Gespräche auf Initiative des Bürgermeisters

Pumptrack für Lüdenscheid: Grünes Licht für neuen Kulturhausgarten

Kulturhausgarten Neugestaltung
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Einig sind sich die Parteien nun offenbar im Hinblick auf eine Neugestaltung des Kulturhausgartens.

Überraschende Wende in Sachen Kulturhausgarten. Nun gibt es doch einen Konsens nach intensiven Abstimmungsgesprächen zur Neugestaltung.

Lüdenscheid - Nun gibt es offenbar doch einen breiten Konsens der Parteien zum Thema Neugestaltung des Kulturhausgartens. Auf Initiative von Bürgermeister Sebastian Wagemeyer hat es, wie er gestern auf Anfrage der LN bestätigte, intensive Abstimmungsgespräche zwischen Politik und Verwaltung gegeben. Ergebnis: Die CDU zieht ihren eigenen Antrag zurück. Dieser fließt aber in eine Ergänzungsvorlage zur ursprünglichen Beschlussvorlage ein, die am Montag im Hauptausschuss zur Abstimmung stehen wird. Wagemeyer geht davon aus, dass SPD, CDU und Grüne auf jeden Fall dieser Vorlage zustimmen werden.

In dem neu gefassten Beschlussvorschlag heißt es: „Die Verwaltung wird beauftragt, die Förderanträge für Pumptrack und Kleinspielfeld sowie die weiteren Anträge ... im Förderprogramm ‘Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten’ zu stellen“. Die Bausteine des vom Verein Onkel Willi & Söhne erstellten Aufwertungskonzeptes sollen – wie von der CDU gefordert – Bestandteil einer breiten öffentlichen Bürgerbeteiligung werden, die unverzüglich eingeleitet werde.

Digitale Bürgerbeteiligung

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage soll die Verwaltung die Umsetzung einer Bürgerbeteiligung durch digitale Möglichkeiten und Beteiligungselemente prüfen und diese umsetzen. Mit der weiteren Begleitung des Prozesses, der fachlichen Diskussion, der Ausgestaltung und der Umsetzung des Vorhabens werden die zuständigen Fachausschüsse beauftragt.

Für alle Bereiche des neuen Kulturhausparks, die nicht durch das Sportförderprogramm abgedeckt sind, soll die Verwaltung fristgerecht einen Antrag im Städtebauförderungsprogramm „Soziale Integration im Quartier“ stellen. Dieses Programm hatte die CDU in ihrem eigenen Antrag ins Spiel gebracht.

Sollten Pumptrack und Kleinspielfeld nicht durch das Sportförderprogramm berücksichtigt werden, so sollen sie als zusätzliche Bestandteile zu den anderen Elementen ebenfalls in die Beantragung aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ einfließen.

Aufwertung dringend nötig

In der Begründung dieser Ergänzungsvorlage schreibt die Stadtverwaltung, alle Beteiligten seien sich einig, dass der Kulturhausgarten dringend einer Umgestaltung und einer damit einhergehenden deutlichen Aufwertung bedürfe. Hierbei sei es unverzichtbar, alle direkt oder indirekt betroffenen Interessenvertretungen, Vereine, Anwohner, aber auch grundsätzlich die interessierte Bürgerschaft in einem möglichst breit angelegten öffentlichen Beteiligungsprozess zu involvieren.

Weiter heißt es: „Dabei starten wir jedoch nicht bei null. Seit 2017 ist der Park und die Gestaltung des Parks Gegenstand unzähliger Gespräche und Konzeptionen. Es soll ein Park entstehen, der an zentraler Stelle in unserer Stadt möglichst vielen Bedürfnissen und Interessen aller Bevölkerungsgruppen gerecht wird, eben ein echter Bürgerpark mit vielen unterschiedlichen Elementen wie Sport, Kunst, Kultur, Gastronomie und Naherholung. Mit Auftrag des Rates hat sich der Facharbeitskreis Jugend – insbesondere mit Blick auf mögliche Sportanlagen – des Parks und des Themas Umgestaltung ‘Kulturhausgarten’ angenommen.“ Die Umsetzung eines Pumptracks sowie eines Kleinspielfeldes erschienen dabei, heißt es weiter, jenseits der Planung der weiteren Bausteine unbestritten.

Die Verwaltung hatte im Herbst für vier Maßnahmen Förderanträge aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ gestellt. Diese Projekte haben jedoch keinen Zuschlag erhalten.

Insgesamt hatten 272 Städte und Gemeinden Anträge mit einem Volumen von rund 362 Millionen Euro vorgelegt. Nur 16 Prozent der vorgelegten Anträge wurden berücksichtigt.

Die nicht zum Zuge gekommenen Förderanträge werden automatisch in das Jahr 2021 weitergeleitet oder können neu aufgenommen werden. Für 2021 soll nun außerdem das Projekt „Kulturhausgarten“ angemeldet und mit Priorität 1 versehen werden. Die Prioritäten der anderen, bereits gestellten Projekte würden sich entsprechend nach hinten verschieben.

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