Schießerei am Wehberg: Abruptes Prozess-Ende naht

Lüdenscheid - Im Strafprozess nach der Schießerei an der Wehberger Straße deutet sich am Landgericht ein schnelles Ende des Verfahrens an. Nach Gesprächen zwischen den Juristen ist jetzt überraschend eine Verständigung zwischen Schwurgericht und Verfahrensbeteiligten zustande gekommen.

Das wurde möglich, nachdem Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer die Erteilung eines rechtlichen Hinweises an die Angeklagten angeregt hat. Demnach käme statt einer Verurteilung wegen Mordversuchs auch eine Bestrafung wegen gefährlicher Körperverletzung in Betracht. Offenbar ließ sich der Tötungsvorsatz nicht nachweisen. Ein Zeuge etwa sagte aus, die Männer wollten ihr Opfer „nur erschrecken“.

Wie die Vorsitzende, Richterin Heike Hartmann-Garschhagen, nach den Gesprächen bekanntgab, kommen im Falle umfassender Geständnisse folgende Strafrahmen in Betracht: für den mutmaßlichen Pistolenschützen aus Bergheim dreieinhalb bis dreidreiviertel Jahre, für den Lüdenscheider, der als Anstifter gilt, drei bis dreieinhalb Jahre und für den Gehilfen eindreiviertel bis zweieinviertel Jahre. - omo

Der Prozess wird am Montag um 9.30 Uhr in Saal 201 fortgesetzt.

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Zeuge verweigert Aussage

Rätsel um gesuchtes Opfer

Zu Beginn „Schweigerunde“

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