Prozess gegen Zuhälter wird fortgesetzt

Lüdenscheid - Am Montag am 9 Uhr setzt die 1. große Jugendstrafkammer am Hagener Landgericht den Prozess gegen zwei Lüdenscheider fort, die sich wegen Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung verantworten müssen.

Staatsanwalt Christoph Bussmann wirft den Männern vor, sich als Zuhälter aufgezwungen und einer jungen Prostituierten sämtliche Einnahmen abgenommen zu haben. Als die Frau 500 Euro aus einem Geschäft für sich abzweigte und bei einer Kollegin an der Düppenbecker Straße, der Rotlichtmeile Hagens, deponierte, sollen die Männer ihr Opfer an den Haaren in ein Auto gezerrt haben, mit ihr in einen Wald gefahren sein und sie krankenhausreif geschlagen und getreten haben.

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Einer der beiden Angeklagten soll die Hure zudem vergewaltigt haben, heißt es in der Anklageschrift. Ob ein dritter Mann an den Misshandlungen beteiligt war oder ihr Zeuge wurde, ist unklar. Der 20-Jährige – er sitzt wegen Drogenvergehens im Knast – behauptet, er sei dabei gewesen. Das Opfer berichtet nur von ihren beiden Peinigern.

Das Verfahren ist aus mehreren Gründen terminlich aus dem Ruder gelaufen. Die fehlende Verwertbarkeit einer richterlichen Vernehmung ist einer der Gründe. Außerdem will der ältere der Angeklagten sich nicht psychiatrisch untersuchen lassen. - omo

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