Keine eingeschränkte Schuldfähigkeit

Lüdenscheid -  Mehr Klarheit in der Frage der Schuldfähigkeit: Im Prozess um eines der schwersten Sexualverbrechen der vergangenen Jahre in Lüdenscheid hat sich der psychiatrische Sachverständige Dr. Bernhard Bätz am Dienstag vor der 1. großen Strafkammer des Landgerichts Hagen gegen die Annahme einer verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten (49) zur Tatzeit ausgesprochen. 

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Wie viel Promille der frisch verlassene Ehemann in der fraglichen Nacht intus hatte, lässt sich kaum nachvollziehen. Nach eigenen Angaben hat er sieben bis acht Flaschen Bier getrunken, bevor er sich an seiner zwölfjährigen Nicht verging. Dennoch, so der Gütersloher Arzt, habe er planvoll gehandelt und sich direkt nach der Tat sogar noch bei seinem Opfer entschuldigt.

Die Noch-Ehefrau des Staplerfahrers – er sitzt seit dem Tattag in U-Haft – schilderte dem Gericht unter Vorsitz von Richter Marcus Teich die zwölf Jahre währende Beziehung, die zuletzt auch verstärkt durch Streit um seine Alkoholgewohnheiten geprägt gewesen sei. Nun schließt die Kammer eine vorliegende Alkoholsucht nicht aus. Auswirkungen auf das Strafmaß oder die bereits getroffene Verfahrensabsprache (wir berichteten) und das zu erwartende Strafmaß wird dies aber aller Voraussicht nach nicht haben. - omo

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