100 Prozent für den Kandidaten

Glückwünsche: Der Bürgermeister geht erneut ins Rennen.

Lüdenscheid - Draußen war’s stürmisch und ungemütlich, drinnen im Willy-Brandt-Haus herrschte eitel Sonnenschein und pure Harmonie: Mit 100 Prozent der Stimmen erhielt Bürgermeister Dieter Dzewas am Donnerstagabend die volle Unterstützung der SPD-Wahlkreisdelegiertenkonferenz als erneuter Bürgermeisterkandidat seiner Partei bei den Kommunalwahlen am 25. Mai.

„Ein wirklich beeindruckendes Ergebnis“ nannte Versammlungsleiter Gordan Dudas das einhellige Votum der 20 Delegierten. Und: „Er hat das sehr gut gemacht.“ Deshalb sei die Entscheidung der Partei für Dzewas’ erneute Kandidatur gefallen. Gegenkandidaten gab es nicht. „Ich bin ein Bürgermeister zum Anfassen“, bekräftigte dieser. Und er will es bleiben.

In seiner Perspektiven-Rede hatte Dzewas seine Zuhörer zuvor mitgenommen auf eine politische Stadtführung. Im Laufschritt ging es vorbei an Erreichtem und, was ihm erklärtermaßen wichtiger ist, zu den Baustellen von morgen. „Denn Menschen“, sagte er, „neigen im Allgemeinen nicht dazu, für Bilanzen zu wählen.“ Und so analysierte er kurz die heimische Wirtschaft mit ihrem ruhigen Konjunkturverlauf. Er betonte die Bedeutung von formalen Qualifikationen für Arbeitnehmer jeden Alters. Der Trend zu höheren Anforderungen und Schulabschlüssen nehme zu. Dem lebenslangen Lernen müssten sich die Menschen und die Einrichtungen vor Ort noch stärker verschreiben.

Als Stadt für die Wirtschaft attraktiv zu bleiben, Gewerbeflächen wie Rosmart vernünftig, künftig auch anders zu vermarkten, zugleich aber schon heute das Augenmerk auf die Zeit „nach Rosmart“ zu richten – das treibt ihn an. Zweiter wichtiger Punkt ist für Dieter Dzewas die Familie. Stichworte wie Kinderbetreuung, Schulentwicklung, auch Konkurrenz mit neuen Schulformen in Nachbargemeinden verlangten nach Handlungskonzepten. Zugleich müsse man „qualitativ investieren“.

Die Entwicklung des Bahnhofsviertels, die Hoffnung für die Altstadt, aber auch private Initiativen wie die Humboldt Villa – „ein gelungener wirtschaftlicher Denkmalerhalt“– all das und noch viel mehr sei vielversprechend. Woanders – Stichwort: „Standortfaktor Kultur“ – sieht er Handlungsbedarf. Viele Einzelmaßnahmen prägten das Leben in einer Stadt, trügen dazu bei, Trendwenden zu schaffen. So sei aus der Abwanderung eine Zuwanderung geworden. „Dieses Plus kommt vorwiegend aus dem Ausland“, sagte Dzewas. Und: „Die sollen hier so schnell wie möglich heimisch werden und Wurzeln schlagen.“ Viel Arbeit also an allen Ecken und Enden. Der Wahlkampf hat begonnen, das Motto an die Helfer ist ausgegeben: „Es ist wichtig, sich dieses Jahr richtig ‘reinzuhängen.“ - sum

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