Projekt „Mindcraft“ will Jugendkultur in der Stadt stärken

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Die Jugendlichen FSJler Benedikt Czylwik (3. von rechts) wollen sich für die Jugendkultur in Lüdenscheid stark machen.

Lüdenscheid - Das Projekt „Mindcraft“ des Vereins „KultStädte“ wächst: Beim jüngsten Treffen der Gruppe hatte sich die Zahl der Teilnehmer mit sieben Jugendlichen fast verdoppelt, freut sich Benedikt Czylwik. Der 19-jährige Lüdenscheider absolviert ein Freiwilliges Jahr bei „KultStädte“ und fungiert als Moderator der Gruppe.

Kulturelle Angebote in Lüdenscheid unter Jugendlichen bekannter zu machen, Ideen für neue Veranstaltungen zu entwickeln und umzusetzen sowie überhaupt erst einmal herauszufinden, womit man die Gruppe der zwölf- bis 19-Jährigen begeistern kann: So lässt sich das beschreiben, was sich der Verein „KultStädte“ mit dem Projekt Mindcraft auf die Fahne geschrieben hat. Um so mehr freute es die Organisatoren, zu denen Klaus Sonnabend zählt, dass zum inzwischen dritten Treffen einige neue Interessenten dazu gestoßen sind. Der Vorsitzende von „KultStädte“ steht den Jugendlichen bei Bedarf mit Informationen und Ratschlägen zur Seite.

Gemeinsam möchte man dazu beitragen, die Lüdenscheider Kulturszene attraktiv für junge Leute zu machen und sie dazu zu bringen, sich selbst zu engagieren. Wobei Benedikt Czylwik feststellt, dass es durchaus auch schon passende Angebote gibt – aber sie seien bei vielen jungen Leuten einfach nicht bekannt. Deshalb sieht er eine Aufgabe der „Mindcraft“-Gruppe auch darin, die jungen Leute stärker zu vernetzen. Dafür müsse aber wiederum auch das Projekt bekannter werden – neue Mitstreiter im Alter von zwölf bis 19 Jahren seien jederzeit willkommen. Im Moment trifft sich die Gruppe etwa alle drei Wochen in Räumen der Music Store Musikschule – die Suche nach einem anderen Treffpunkt sei aber angedacht. Grundsätzlich sei das Mindcraft-Projekt, das aus dem zweiten Benefiz-Event der Künstlerinitiative localaid.eu entstanden ist, noch dabei sich zu formieren. Gefördert wird das Projekt über drei Jahre aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Am Anfang stand eine Art Bestandsaufnahme – die Vorstellung der Projektidee und das Sammeln von bereits vorhandenen Kulturveranstaltungen in Lüdenscheid und den dahinterstehenden Organisatoren. Dabei sei es auch um die verschiedenen Sparten von Kunst gegangen, betont Benedikt Czylwik, wie Musik, Tanz, darstellende Kunst, Poesie, Theater. Aufgekommen sei auch die Frage, warum manche Angebote von Jugendlichen nicht wahrgenommen würden. Sie mitzunehmen, um Angebote zu nutzen, aber auch um ihr Engagement zu wecken, selbst etwas auf die Beine zu stellen, mit dem sie sich identifizieren, das möchte „Mindcraft“ und so einen Beitrag dazu leisten, die Stadt für junge Leute attraktiver zu machen – bevor sie sich dazu entscheiden, für Ausbildung oder Studium wegzuziehen. Kooperation mit anderen Institutionen gehören dazu. So soll die „Mindcraft“-Gruppe das Rahmenprogramm für das Projekt der Museen „Stay or go“ entwickeln.

Das nächste Treffen von „Mindcraft“ findet am 4. Mai von 18 bis 20 Uhr in der Music Store Musikschule, Lösenbacher Landstraße 179, statt. Interessierte Jugendliche sind jederzeit dazu eingeladen, unangemeldet zum Treffen hinzuzustoßen. Weitere Informationen gibt es bei Benedikt Czylwik, Tel. 0 15 73 /7 37 87 15, E-Mail: fsj@kultstaedte.de.

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