Projekt „Komm auf Tour“ macht Station in Lüdenscheid

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An verschiedenen Stationen des Erlebnisparcours lernen die Schüler etwas über ihre Stärken und mögliche Lebensziele.

LÜDENSCHEID - Zum vierten Mal macht das Projekt „Komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ Station in der Bergstadt – und lädt rund 720 Mädchen und Jungen der 7. und 8. Klassen aus Lüdenscheid und Umgebung zur Berufsorientierung der etwas anderen Art ein.

Bin ich handwerklich geschickt oder kann ich gut zuhören? Liegt mir das logische Denken oder habe ich Spaß am Gestalten? Wo liegen meine Stärken und was bedeutet dies für meine Zukunft? Antworten auf diese Fragen, durch die sich Perspektiven für die weitere Lebensplanung ergeben, finden Jugendliche derzeit im Lüdenscheider Rathaus.

Ein handlungsorientierter Erlebnisparcours steht im Mittelpunkt des Projekts, bei dem in zwei Stunden spielerisch-motivierende Impulse gegeben werden. Das heißt: Es gibt am Ende kein diagnostisches Testergebnis mit einer Berufsempfehlung – vielmehr sollen die Jugendlichen motiviert werden, sich unverkrampft und angstfrei mit ihrer Berufs- und Lebensplanung auseinanderzusetzen. Im Zeittunnel, Labyrinth, auf einer Bühne sowie in einer „sturmfreien Bude“ gilt es Aufgaben zu bewältigen – ganz nach Interesse und Stärke.

„Du kannst mehr, als du bislang weißt. Probier aus, was dir Spaß macht“, lautet denn auch die zentrale Botschaft der Initiative, die von der Bundesagentur für Arbeit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Landes-Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie zahlreichen Kooperationspartnern vor Ort unterstützt wird.

Und alle Beteiligten freuen sich nicht nur über den Erfolg und die Resonanz, sondern sind sich auch der Bedeutung einer frühen Berufsorientierung bewusst. „Aufgrund der demografischen Entwicklung wird jedes Kind umso wichtiger und wir sollten alles für einen guten Start in den Beruf und die Selbstständigkeit tun“, zeigte sich Schirmherr Dieter Dzewas dankbar, dass so eine Veranstaltung in Lüdenscheid stattfinden kann. Und Karin Käppel, Chefin der Arbeitsagentur in Iserlohn, betonte: „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, junge Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten – und dabei Schule und Eltern einzubinden.“

Während es für letztere am Donnerstag einen Info-Abend geben wird (19 Uhr im Rathaus), sind auch die Lehrer angehalten, das Erlebte im Unterricht zu vertiefen und als ganzheitlichen Prozess nachzubereiten.

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