Projekt „25/25/25“: Bronze-Objekt für Lüdenscheid

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Das Forum in der städtischen Galerie, in dem aktuell noch die Arbeiten des Werbefotopreises „geschossen + gedruckt“ der Druckerei Seltmann+Söhne zu sehen sind, wird zur Arbeits- und Ausstellungsfläche von Katinka Bock.

Lüdenscheid - Das Projekt „25/25/25“ der Kunststiftung NRW, an dem auch die Städtische Galerie in Lüdenscheid beteiligt ist, nimmt immer mehr an Fahrt auf. Anfang Juni startete im Kunstmuseum Bochum die erste der 25 Aktionen. Zwei weitere in Goch und Siegen folgten. Katinka Bock, die Künstlerin, die ein Projekt für die Städtische Galerie in Lüdenscheid realisieren wird, hat bereits erste Entwürfe erarbeitet.

Am 2. Oktober wird es die Vernissage für ihre Installation im Forum der Galerie geben.

Wie bereits berichtet, hat die Kunststiftung NRW anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens die Aktion „25/25/25“ ins Leben gerufen. 25 Kunstmuseen des Landes und 25 Künstler mit internationalem Renommee wurden ausgewählt, daran teilzunehmen. Je ein Künstler beziehungsweise eine Künstlergruppe wird in einem der Museen ein Projekt realisieren, das genau auf das jeweilige Haus abgestimmt ist und in seinem Besitz verbleibt.

Auch Katinka Bock, die 1976 in Frankfurt/Main geboren wurde und heute in Paris lebt und arbeitet, hat sich selbst in Lüdenscheid ein Bild von der Galerie und der Stadt gemacht. Ihr Entwurf sieht eine Arbeit aus schwarz-grauer Bronze vor. Sie plant eine „eine Linie die sich von der Wand in den Raum entwickelt und am Boden endet“ hat sie Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen informiert. Dabei sollen verschiedene Objekte die Grundlage für die in Bronze gegossenen Formen bilden – wobei sich alles auch noch bis zur endgültigen Realisierung verändern kann.

Künstlergespräch zur Einführung geplant

Die kunstinteressierten Lüdenscheider dürfen also in der Tat bis zum 2. Oktober gespannt sein, wie das Objekt aussehen wird, das die Künstlerin für die Bergstadt konzeptioniert. Geplant ist zur Präsentation der Installation ein Künstlergespräch, in dem die Zuhörer Näheres über die Inspiration und die Idee sowie die Ausarbeitung von Katinka Bock erfahren können.

Dass dieses Künstlergespräch von der Kunststiftung als Rahmenprogramm vorgesehen wurde, freut Dr. Susanne Conzen besonders. Das sei eine gute Möglichkeit, die Arbeit dem Publikum näher zu bringen. Es sei bei ganz vielen zeitgenössischen Künstlern, „die sich nicht auf althergebrachten Pfaden bewegen“, der Fall, dass ihre Arbeiten einen Zugang benötigen und dem Betrachter ein gewisses Engagement abverlangen. Die Galerieleiterin selbst ist ganz gespannt auf das Werk von Katinka Bock.

Die Künstlerin hat ihr Diplom im Bereich Freie Kunst /Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee im Jahr 2002 erworben. 2004 war sie ebendort Meisterschülerabsolventin bei Prof. Inge Mahn. 2005 schloss sie ein weiteres Diplom an der „École nationale des Beaux-Arts“ in Lyon an. Zu ihren Preisen und Auszeichnungen zählen unter anderem ein Stipendium der Villa Médici in Rom und der Dorothea-von- Stetten-Kunstpreis. Auszeichnungen erhielt sie vom Museum of Contemporary art, Detroit, USA, und der Cité internationale des Arts, Paris. Einzel- und Gruppenausstellungen führten Katinka Bock zu Orten in der ganzen Welt. - Von Bettina Görlitzer

Weitere Informationen über das Projekt „25/25/25“ sowie die beteiligten Künstler und Museen gibt es im Internet unter www.kunststiftungnrw.de

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