Procom investiert zehn Millionen in Brügge-Ost

Im Frühjahr 2012 sollen in Brügge die Bagger anrollen.

BRÜGGE ▪ Ab Herbst 2012 soll man im Einzelhandels- und Gewerbegebiet Brügge-Ost auch Lebensmittel, Getränke, Matratzen und Tierbedarf kaufen können. Der Ausbau des Ex-Bahngeländes an der Volmestraße samt Zufahrt über eine neue Volmebrücke soll im Frühjahr nächsten Jahres beginnen.

Das will die Hamburger Procom Investitions- und Beteiligungsgesellschaft schaffen, „wenn alle mitspielen“, wie gestern ihr Projektentwickler Detlef Samland erklärte. Das Volumen des Invests beziffert er auf zehn Millionen Euro.

Aktuell verhandelt Procom mit dem Rathaus um den Kauf des Geländes, das die Stadt vor wenigen Jahren von der Bahn erworben hatte. Detlef Samland und Heinrich Gentrup (Liegenschaftsamt der Stadt) bezeichneten die Gespräche als aussichtsreich. Samland redet nach eigenen Angaben zugleich mit interessierten Handelsketten; mit ihnen sollen im Frühjahr Verträge gemacht werden.

12  000 der 18  000 städtischen Quadratmeter will Procom im Dreieck zwischen Volme, Gleis und Schleiferei Dormann kaufen. Zu den vorhandenen Anbietern „Garden Art“ und Holz Vöpel sollen sich ein Super- und Getränkemarkt mit 2 000 Quadratmetern Verkaufsfläche, ein 650 qm großes Bettengeschäft und ein Zoohandel auf 550 Quadratmetern gesellen. Hinter Dormann liegen weitere 6 000 Quadratmeter, auf denen später das Gewerbegebiet Brügge-West geplant ist.

Neben den Verhandlungen mit Stadt und Handelsunternehmen steht Samland derzeit auch mit den Stadtwerken im Gespräch, damit das künftige Einzehandelszentrum mit Wasser und Strom versorgt wird. Hinzu kommt der Straßenbau: Die Ampelkreuzung Talstraße/Volmestraße erhält gegenüber der Aral-Tankstelle Klapperich einen vierten Arm, der dann über die neue Brücke zu den Märkten führt. Vom Gelände aus soll es zwei Ausfahrtspuren geben: eine nach links in Richtung Brügge und eine Rechts-/Geradeausspur.

Hier hatte die Stadt ursprünglich drei Spuren vorgesehen, kam dem Investor aber entgegen: Der Verkehr von und nach Oberbrügge sei deutlich schwächer als in die Gegenrichtung und könne daher auf die Geradeausspur nach Lüdenscheid gesetzt werden. Im Gebiet selbst sollen die Geschäfte über die noch auszubauende Straße Am Wasserturm erreichbar sein. Die Zahl der Parkplätze stehe noch nicht genau fest.

Der Brücke soll 19 Meter lang werden, weil sie höher liegen muss als die bisherige, damit sie bei Hochwasser nicht überspült werden kann. Dieser Höhenunterschied zur Straße müsse über die Länge abgefangen werden, hieß es.

Die Brücke soll auch die Brügger Feuerwehr-Fahrzeuge auf ihrem Weg zum Gerätehaus tragen, das die Stadt ebenfalls auf dem Gelände bauen will. Auf der Seite des Gewerbegebiets soll die Brücke an einen Rad- und Fußweg anschließen, der am Projektgelände entlang führt.

Die Procom GmbH, letzter Interessent für das Bahnareal, ist laut Samland seit mehr als 30 Jahren als Entwickler von Einzelhandels-Immobilien am Markt. Größtes Projekt sei aktuell der Bau eines Shopping-Centers in Neu-Ulm.

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