Erfahrungen aus der ersten Praxiswoche

Probleme im Betriebsablauf: Biergarten in der Innenstadt muss nachbessern

Filippos Parlakoglou feilt am Konzept seines Biergartens. Der Alltag hat Nachbesserungsbedarf aufgezeigt.
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Filippos Parlakoglou feilt am Konzept seines Biergartens. Der Alltag hat Nachbesserungsbedarf aufgezeigt.

Die erste Betriebswoche im jüngsten Biergarten der Stadt am Rathausplatz hat gezeigt: Es gibt ein paar Lücken im Konzept.

Lüdenscheid - Die Juli-Sonne findet ihren Weg, gefiltert durchs Blätterdach der Platanen, auf den neuen Biergartentisch. Kurz vor 12 Uhr öffnet sich die Klappe der jüngsten Außengastronomie am Rathausplatz. Die ersten Gäste holen sich ihre Getränke ab und suchen sich ein nettes Plätzchen in Wassernähe. Ferienstimmung bei den einen, Arbeitssitzung unter freiem Himmel beim Chef: Filippos Parlakoglou sitzt auch an einem Tisch, telefoniert, grüßt zwischendurch den ein oder anderen, regelt Lieferungen, gibt Auskünfte. Und erklärt. Denn mit der Eröffnung des Biergartens nach langer, langer Vorbereitungszeit hat sich herausgestellt: Die Praxis hält mit der Theorie nicht immer Schritt. „Das Konzept hat leider ein paar Lücken“, stellt er selbstkritisch fest. Die zu schließen, daran arbeitet er nun – „mit Hochdruck“ und vor allem „gemeinsam mit der Stadt“.

Fürs Lüdenscheid-Gefühl

Sein Ziel ist klar definiert: Der Biergarten soll ein wirtschaftlicher Erfolg werden, aber auch eine wichtige Funktion fürs Lüdenscheid-Gefühl erfüllen, wünscht er sich. Ein belebter Treffpunkt im Herzen der Stadt bringt Licht in dunkle Ecken, erhöht die Sicherheit, verbessert die soziale Kontrolle. „Mir liegt viel an Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit. Das ist das Fundament“, sagt der gebürtige Lüdenscheider. Dann fühle sich der Gast bis zum Zapfenstreich um 23 Uhr wohl.

Damit kommt er zu den „Lücken“, die das Team nach der ersten Betriebswoche erkannt hat. Er wünscht sich eine Art offizielles Hausrecht auf dem Platz des Biergartens sowie eine noch engere Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt. Auch eine lockere Abgrenzung des Biergartens steht an, um einen Ein- und Ausgang zu bekommen. Das sei in Corona-Zeiten wichtig – für den Überblick. Da das Platanendach bei Regen nicht dicht genug ist, sinnt er auf Abhilfe. Reizvolle Ideen sind da – ob sie umgesetzt werden können, hängt wiederum am Wetter, also daran, wie der Biergarten brummt. „Die Narben des Lockdown sind schon sehr tief“, sagt der engagierte Wirt: „Ich hoffe auf einen Spätsommer bis Dezember, auf Sonnenstrahlen bis Nikolaus.“ Jetzt möchte er mithilfe der Lüdenscheider Lichtindustrie noch die Platanen neu beleuchten. Kontakte sind geknüpft: „Wo Licht ist, sind keine grauen Gestalten.“ Für ihn ist die mit hiesigen Handwerkern, der Stadt und viel Inspiration realisierte Außengastronomie seines „Bierprojekts“ nebenan längst mehr als nur ein Biergarten: „So müssen wir ticken. Gemeinsam. Fürs Lokale.“

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