Solidarität mit den Juden

Pro-Israel-Kundgebung in Lüdenscheid: Störer mit libanesischer Flagge

Bei einer Demonstration hält ein Teilnehmer ein Schild mit der Aufschrift „Gegen Antisemitismus“
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Ein Zeichen gegen Antisemitismus setzten die rund 70 Teilnehmer der Kundgebung in Lüdenscheid (Symbolbild).

Ihre Solidarität mit Israel haben am Sonntag zahlreiche Teilnehmer im Rahmen einer Kundgebung auf dem Graf-Engelbert-Platz zum Ausdruck gebracht. Anlass war der „Tag der Israelsolidarität“, zu dem der Verein Christliches Forum für Israel (CFRI) mit Sitz in Trostberg aufgerufen hatte. Ein Jugendlicher mit libanesischer Flagge versuchte die Versammlung zu stören.

Lüdenscheid – In interkonfessioneller Zusammensetzung sind Lüdenscheider Christen dem Aufruf gefolgt. Rund 70 Bürger versammelten sich auf dem Graf-Engelbert-Platz vor einem eilends errichteten Pavillon, einem mit Rosen ausgelegten Davidstern, drapiert mit Israelfähnchen. Musikalisch sorgten Birte Linstaedt und Jens Bretschneider für gelungene Einstimmung. Sie erzielten auch noch für Mitsing-Effekte, als sie gegen Ende der Veranstaltung bekannteres jüdisches Liedgut anstimmten.

Offen zutage tretender Antisemitismus „wie noch nie seit der Nazi-Zeit“ und auch Israelhass seien die Triebfeder zum Aufruf für die Solidaritätskundgebung, hieß es von Seiten der Initiatoren. Als Christen und Menschen guten Willens sei man in besonderer Weise gefordert, solidarisch zu werden, so das Christliche Forum für Israel.

Birte Linstaedt und Jens Bretschneider sorgten am Sonntag auf dem Graf-Engelbert-Platz für eine gelungene musikalische Einstimmung und spielten gegen Ende der Veranstaltung bekanntere jüdische Lieder.

Die Mehrzahl der Teilnehmer nahm die Motivation zum Gang auf den Graf-Engelbert-Platz aus ihrem persönlichen Glauben. Da ging es in Wortbeiträgen darum, dass sich ein „Kreislauf des Segens“ ergebe, der von „dort zu uns kam und jetzt von uns zu den Juden geht“. Es gehe darum, das jüdische Volk zu trösten und zu stützen, als Christen Verantwortung zu übernehmen und Solidarität mit den Juden zu zeigen.

Nach Beiträgen von Cornelia Ziemke-Währer und Rosi Dicke ließ sich auch Pfarrer Eckardt Link (Kreuzkirche) mit einer beschließenden Fürbitte vernehmen. Die Veranstaltung verlief friedlich. Lediglich ein jugendlicher Störer fuhr mit einem Fahrrad über den Platz, schwenkte eine libanesische Fahne, schrie vor sich hin und entschwand.

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