Preise für die besten "Blende"-Fotografen: Hier gibt es die Bilder 

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Ulrike Verhoeven, Stephan Möller und Stefan Beinborn bei der Preisverleihung im LN-Medienhaus an der Schillerstraße.

Lüdenscheid - Preisgeld, Medaillen und Urkunden sind übergeben, die drei Siegerbilder des Fotowettbewerbs „Blende 2018 – Lost Places“ sind auf dem Weg zu unserem Partner „Prophoto“ in Frankfurt. Dort flattern die Bilder aus dem Märkischen Kreis gemeinsam mit hunderten anderer Fotografien auf die nächsten Jurytische.

In Frankfurt tagt im Dezember die Jury und ermittelt die Sieger von „Blende 2018“. Für die bundesweite Endausscheidung lobt „Prophoto“ mit Unterstützung von rund 70 Förderern Preise im Wert von mehr als 40 000 Euro aus.

In den vergangenen Jahren waren immer wieder Fotografen aus dem Märkischen Kreis unter den Bundessiegern in ihrer Themenkategorie. Gewinner des Fotowettbewerbs auf regionaler Ebene ist Stephan Möller aus Altena. Das Thema „Lost Places“ war für ihn kein Neuland. 

Thema waren "Lost Places"

„Seit fünf Jahren bin ich mit meiner Freundin fotografisch in Sachen ,Lost Places' unterwegs. Aber nur so zum Spaß. Wir haben eine kleine, geschlossene Gruppe auf Facebook“, erzählt er. Die Spurensuche nach den verlassenen Orten führte die beiden das erste Mal zu den Heilstätten Grabowsee. „Wir waren schon fast durch. Das Bild war eigentlich ein reiner Glücksschuss. Das Licht war gerade so gut“, so Stephan Möller mit Blick auf sein Siegerbild.

Bilder der Blende 2018

Ganz anders die zweite Siegerin Ulrike Verhoeven aus Meinerzhagen. Sie erinnerte sich vor ihrem Tauchurlaub an jene Treppe in Ägypten, die drei Stockwerke hoch mitten in der Wüste ins Nichts führt: „Das wollte ich eigentlich einreichen.“ 

"Fotograf der alten Schule"

Beim Tauchgang lichtete sie dann die beiden „Verlassenen Örtchen“ an einem Riff ab: „Da muss mal ein hölzernes Schiff gesunken sein. Der Rest ist verrottet, aber die beiden Töpfe stehen noch. Die sind offenbar unkaputtbar. Die werden immer mal wieder von Tauchern neu arrangiert. Mal liegen die auf der Seite, das eine Jahr hat sogar jemand eine Dusche dazu gestellt.“

In Colmar im Elsass entstand das dritte Siegerbild – abgelichtet von Stefan Beinborn aus Halver. In diesem Jahr zur Osterzeit war er zu Besuch in Colmar und entdeckte „Einsam und verlassen“, so der Titel seines Bildes, einen Stuhl auf einem Vorsprung in einem Seitenkanal.

Gratwanderung zwischen Illegalität und Legalität

Der Halveraner fotografiert seit 50 Jahren: „Ich bin quasi ein Fotograf der alten Schule und hab lange selbst entwickelt. Aber dann hat man mir meine Kamera geklaut, und seitdem gibt's Digitalfotos.“

 Den Fotowettbewerb „Blende“ findet er prima, erweitert doch die Beschäftigung mit einem Foto-Thema Blick und Horizont. Beides, so Beinborn, würde gerade für die nachwachsende Generation, die oftmals noch nicht einmal durch einen Sucher schauen muss, immer mehr verloren gehen.

Allen Siegern war bewusst, dass „Lost Places“-Fotografie eine schmale Gratwanderung zwischen Illegalität und Legalität bedeutet. Denn was wie auch immer zugänglich ist, darf man noch längst nicht legal betreten.

Im Spätwinter nächsten Jahres stehen die Bundessieger fest. Nur wenige Wochen später geben wir das Thema für „Blende 2019“ bekannt. Und wie in jedem Jahr hoffen wir auf die Kreativität, die scharfen Augen unserer Leser und viele Einsendungen, wenn es wieder heißt: „Blende auf“!

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