Preis für Mittagessen in Kitas bleibt zunächst stabil

Der Preis für Mittagessen in städtischen Kindertagesstätten bleibt zunächst stabil.

LÜDENSCHEID ▪ Das Entgelt für das Mittagessen in städtischen Kindertagesstätten wird für das laufende Kalenderjahr nicht von 3,14 auf 3,66 Euro erhöht. Dafür sprach sich am Dienstag der Jugendhilfeausschuss einstimmig aus.

Bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2011/12, also zum 1. August nächsten Jahres, soll die Verwaltung ausloten, ob es nicht möglich ist, einen geringeren Preis als die von der Stadt vorgeschlagenen 3,66 Euro zu kalkulieren. Stutzig machte es die Politikerinnen und Politiker, dass die Kita-Essen in Einrichtungen anderer Träger zwischen 2,30 und 3,50 Euro kosten und die Stadt mit 3,66 Euro am teuersten wäre. Hier soll nachgefragt werden, wie sich die Preise in anderen Einrichtungen zusammensetzen. Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff regte zudem an, die festen städtischen Kostenposten in einigen Bereichen nochmals auf Einsparpotenzial zu überprüfen.

Apropos Kosten: Der stellvertretende Jugendamtsleiter Andreas Hein hatte zuvor erläutert, dass die Stadt verpflichtet sei, spezielle Entgelte für die Kita-Essen zu erheben, die kostendeckend sein müssten. Dazu seien jährliche Kalkulationen notwendig, in denen beispielsweise der Aufwand für den Lebensmitteleinkauf, für die Herstellung des Essens, für das Personal, aber auch die Abschreibung und Zinsen für Großküchengeräte berücksichtigt werden. Nach fast zwei Jahren, in denen es keine Erhöhung gegeben habe, liege jetzt diese aktuelle Kalkulation vor, deren Preisanstieg im wesentlichen eine Erhöhung der Personal- und der Energiekosten zugrunde liege.

Die Vollkostenrechnung sei auf Verlangen der Politik vor vier bis fünf Jahren verlangt worden, erinnerte Sozialdezernent Dr. Wolfgang Schröder. „Das geschah, um nicht Jahr für Jahr in eine Rechtfertigungssituation zu geraten. Ein bisschen Kostenrechnung geht daher nicht, genauso wenig wie ein bisschen schwanger geht.“

Sven Haarhaus, Leiter des Amtes für Finanzen und Beteiligungen, erklärte, bleibe man bei einem Preis von 3,14 Uhr, bedeute dies eine jährlich Subvention von rund 35 000 Euro. Ein Betrag, der als freiwillige Leistung gelte. Daher sei es nicht auszuschließen, dass die Aufsichtsbehörde auch diesen Posten einer genaueren Prüfung unterziehe.

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