Post: „Maximal 1000 Meter zum nächsten Briefkasten“

Auch in Zeiten der E-Mails sind Briefkästen für viele immer noch unverzichtbar.

LÜDENSCHEID ▪ Zu voll, zu weit weg, ganz verschwunden: Ihr Briefkasten ist den Lüdenscheidern wichtig, wie die Diskussion zeigt. Auf Anregungen und Beschwerden reagiere man selbstverständlich, betonte gestern Rainer Ernzer, der für Lüdenscheid zuständige Postsprecher.

Gerade überfüllte Briefkästen seien ein Ärgernis, betont er: „Aber in 90 Prozent der Fälle passiert das durch eine etwas größere Sendung, die sich beim Abwurf verkantet.“ Das sei zwar ärgerlich, aber kein Grund für einen größeren oder gar zweiten Briefkasten. Den „Leerern“ kommt eine wichtige Rolle zu: Stellen sie permanente Überfüllung fest, geben sie das weiter. Zudem werde darauf geachtet, ob Firmen einen Kasten regelmäßig mit größeren Briefsendungen füllten. Dann nehme man Kontakt auf.

Grundsätzlich, darauf weist Postsprecher Dieter Pietruck hin, könne man sich im Netz über die Briefkastendichte informieren (http://standorte.deutschepost.de/briefkaesten); hier stehen auch die Leerungszeiten. Hier sollte auch „eingepflegt“ werden, wenn ein Kasten vorübergehend abgebaut werden muss, wie im Falle Trafohäuschen Philippstraße (wir berichteten). Das allerdings, so räumt Ernzer ein, funktioniere nicht immer. Dauerhaft abgebaut werde jedenfalls nicht mehr. Im Gegenteil: Letztes Jahr habe man die deutschlandweit 108 000 Briefkästen auf 112 000 aufgestockt; ein neuer kam dabei auch nach Lüdenscheid – in den Dammessiepen.

Wie viele Briefkästen insgesamt in der Bergstadt stehen, darüber schweigt sich die Post aus. Pietruck: „Das ist ein Betriebsgeheimnis.“ Aber ein Bürger gehe maximal 1000 Meter zum nächsten Briefkasten, im Durchschnitt seien es sogar nur 500 Meter. „Für alle Fälle“ können Bürger auch Anregungen und Beschwerden per Post-Hotline 018 02 33 33 (6 ct/Minute aus dem Festnetz) äußern.

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