Märkische Kulturkonferenz

Stipendium geht an Tolga Akman

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Tolga Akman sicherte sich das Stipendium, dotiert mit 12000 Euro.

Lüdenscheid - Das Urteil der Juroren kam verhältnismäßig rasch und einstimmig: Dem Posaunisten Tolga Akman wird das mit 12 000 Euro dotierte Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz für Musik zuerkannt. Er wird 2019 monatlich mit 1000 Euro unterstützt, um sich in relativer wirtschaftlicher Unabhängigkeit seinem Instrument widmen zu können. Tolga Akman, 1997 geboren, lebt in Hannover, studiert seit 2015 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Jonas Bylund.

Er sammelte bereits Orchestererfahrung unter anderem im Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode. Nach Lüdenscheid hatte er für sein Vorspiel vor der Jury Kompositionen von Joseph Jongen, Enrique Crespo und Jacques Casterede mitgebracht und mit der Qualität der Vorträge und seinem sympathischen Auftreten die Juroren überzeugt. Zwei Lokalmatadore traten mit Jan-Philipp Hirth und Ann-Catherina Strehmel an im Bühnensaal des Kulturhauses.

Nicht zuletzt deshalb war der kleine Saal – gemessen an dem Publikumszuspruch vieler Vorjahre – bis zum Bersten gefüllt. Rund 100 Gäste würdigten die Arbeit der Märkischen Kulturkonferenz, wo sonst oftmals leere Stuhlreihen zu sehen sind. Seitens des Kulturhausteams mussten sowohl Programmblätter als auch Stimmzettel nachgedruckt und Stühle herbei geholt werden. MKK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Conzen: „Aber da sind die ja ganz große klasse. Das muss man mal sagen.“ Angetreten waren auch Arved von Hagen und Alexander Simler. Nach gut zwei Stunden Posaune in einem kurzweiligen Konzert, da gerade die Posaune eher ein Instrument in Orchesterbegleitung ist, zog sich die Jury zur Beratung zurück. Conzen: „Die Jury war sich schnell einig. Aber unser Fachjuror Matthias Müller sagte: Das war alles höchste Qualität!“ Matthias Müller ist Posaunist bei den Bergischen Symphonikern.

Am Ende war klar: Das Stipendium geht an Tolga Akman, der „Pokal der Herzen“ an Ann-Catherina Strehmel, die sich das Publikum an die erste Stelle gewünscht hatte. Angedacht ist für die Ausschreibung des nächsten Musikstipendiums das Instrument Orgel, dann aber voraussichtlich nicht im Kulturhaus. Neben einem Stipendium in Literatur vergibt die MKK auch ein Stipendium im Bereich Bildende Kunst – diesmal im Fach Plastik im kleinen Format. Die Jury entscheidet in zwei Sitzungen. Anhand der Bewerbungsunterlagen werden maximal zehn Bewerber ausgewählt und aufgefordert, Arbeiten der letzten zwei Jahre einzureichen. In einer Gruppenausstellung in der Städtischen Galerie Lüdenscheid werden die Arbeiten der ausgewählten Teilnehmer präsentiert. Die Besucher der Ausstellung haben die Möglichkeit, eine Stimme abzugeben. Anhand der Originale entscheidet die Jury über die Vergabe des Stipendiums. Die Stimme der Besucher fließt in die Entscheidung ein.

In der Jury sitzen Rainer Danne, Städtische Galerie Iserlohn, Dr. Susanne Conzen, Städtische Galerie Lüdenscheid, Dr. Theo Bergenthal, MKK, Dorothea Ossenberg-Engels, MKK, Joachim Stracke, Künstler und Rouven Lotz, Emil Schumacher Museum Hagen.

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