Popograbscher-Anwalt geht in die Revision

LÜDENSCHEID - Das Verfahren gegen den Popograbscher aus der Innenstadt-Disko geht weiter. Strafverteidiger Heiko Kölz hat nach LN-Informationen Revision gegen das Urteil von Strafrichter Andreas Lyra eingelegt.

Am Dienstag hatte Richter Lyra den Kellner der Disko, der zur Tatzeit etwa 1,3 Promille intus hatte, in Abwesenheit zur Zahlung einer Geldstrafe von 1250 Euro verurteilt.

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Popograbscher muss bezahlen

Der Staatsanwalt hatte dem 31-Jährigen vorgeworfen, einer jungen Frau in der Nacht des 22. Juli auf der Tanzfläche von hinten unter dem kurzen Rock zwischen die Beine gegriffen zu haben. Das Opfer des Übergriffs, eine 28-jährige Filialleiterin, sagte im Zeugenstand unter anderem: „So würde mich noch nicht mal mein Freund anfassen.“

 Rechtsanwalt Kölz hatte in seinem Plädoyer Freispruch beantragt und auf angeblich vergleichbare Urteile des Bundesgerichtshofes hingewiesen. Sein Mandant blieb dem Prozess fern, einen persönlichen Kontakt zwischen Anwalt und Angeklagtem hat es laut Kölz zuvor gar nicht gegeben. Trotzdem hofft er, im Interesse des Kellners Lyras Urteil kippen zu können. - omo

Rubriklistenbild: © dpa

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