Lichtkünstler im Rampenlicht: Was Robert Sochacki in Lüdenscheid "erledigte"

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Der polnische Lichtkünstler Robert Sochacki brachte Bilderwelten in die Wunderkammer.

Lüdenscheid – Der Licht-Künstler Robert Sochacki schuf bei den Lichtrouten 2018 mit seinem Werk „My Grandmothers Pictures“, das er auf die Fassade der Erlöserkirche projizierte, eines der beliebtesten Werke des Lüdenscheider Lichtkunst-Festivals.

Nun kehrte Sochacki für einige Tage nach Lüdenscheid zurück, um in der „Wunderkammer der Zukunft“ des Geschichtsmuseums, die derzeit im ehemaligen Münzraum im ersten Obergeschoss des Alten Amtshauses eingerichtet wird, ein Lichtkunstwerk zu erschaffen.

Bereits im vergangenen April stand der polnische Lichtkünstler im Rampenlicht, als er im Jubiläumsjahr der Stadt als Preview die Erlöserkirche illuminiert und damit einen grandiosen Auftakt für die Jubiläumsfeierlichkeiten schuf. „Eigentlich befindet sich Robert auf einer Dienstreise im Namen der Kunst nach Tunesien, wo er sich gemeinsam mit seiner Familie ein halbes Jahr aufhalten möchte“, erklärt Tom Groll, Lüdenscheider Lichtkünstler, Kurator der Lichtrouten und der künstlerische Leiter des Projektes „Wunderkammer“, der gemeinsam mit Ulrike Tütemann vom Museum, die die Gesamtleitung des Projektes inne hat, das sich entwickelnde Lichtkunstwerk in der Wunderkammer in Augenschein nahmen.

„Das Werk, das wir nach Belieben an- und ausschalten können, wird immer vor- und nach einer Veranstaltung in der Wunderkammer zu sehen sein“, so Ulrike Tütemann. Wie schon in seinem Beitrag zu den Lichtrouten kreiert Robert Sochacki auch in diesem Fall eine Bilderwelt aus Foto- und Filmelementen, in der es für den aufmerksamen Beobachter Einiges zu entdecken gibt. Darunter sind selbstverständlich viele Elemente, die mit der Bergstadt in enger Verbindung stehen.

 Doch allzu viel möchten die „Wunderkammer“-Macher vor der öffentlichen Präsentation des Werkes nicht verraten. Für die Zeit seines Aufenthaltes wohnten der Künstler, seine Frau Veronika und ihre beiden Kinder Feliks (3 Jahre) und Josef (6 Monate) im Atelier des Künstlers Tom Groll. 

Die erste Veranstaltung in der Wunderkammer – hier sollen im Laufe der Zeit zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlicher Art stattfinden, die sich um Vergangenheit und Zukunft der Stadt Lüdenscheid drehen – wird am Mittwoch, 8. Mai, stattfinden. Dann wird auch das Lichtkunstwerk von Robert Sochacki dort öffentlich zu sehen sein. „Vorher wird uns der Künstler dann auf jeden Fall noch einmal besuchen, um das Finishing des Werkes persönlich durchzuführen“, erklärt Tom Groll.

In der Wunderkammer der Museen am Sauerfeld werden die Besucher demnächst auf zahlreiche kleine und große „Wunder“ stoßen – eines davon wird Sochackis Lichtkunstwerk sein.

Mit Frau Veronika und seinen Söhnen Feliks und Baby Josef war Sochacki auf der Durchreise. Das Ziel der Familie: Tunis.

Was ist die Wunderkammer?

Der ehemalige Münzraum im Obergeschoss des Alten Amtshauses im Lüdenscheider Geschichtsmuseum wird derzeit zur „Wunderkammer der Zukunft“ umgestaltet. Besucher dieses Raumes sollen sich nach der Eröffnung am 8. Mai 2019 in einem Forschungslabor wiederfinden, in dem Geschichte und Zukunft der Stadt Lüdenscheid auf unterschiedliche Weise miteinander verknüpft werden. Veranstaltungen, die sich um Geschichts- und Zukunftsthemen drehen, zum Beispiel Workshops, sollen zukünftig in der Wunderkammer ihre Heimat finden.

Welche Idee steckt dahinter?

Ziel der Wunderkammer ist es, Vergangenheit und Zukunft der Stadt Lüdenscheid an einem Ort zusammenzuführen und mit der Stadtgesellschaft und anderen interessierten Besuchern darüber ins Gespräch zu kommen. Ein Mittel, um die Menschen dazu anzuregen, die Wunderkammer zu besuchen, ist „Ingo von Morgen“, dargestellt von Marco Köhler, der sich mit seinem futuristischen Zeitreisemobil Inova auf den Weg macht, um die Menschen auch außerhalb des Museums, beispielsweise im Stern Center, zum kreativen, Nachdenken über „ihre“ Stadt anzuregen.

Wer fördert das Projekt?

Das Projekt wird mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 147 500 Euro aus dem Fonds „Stadtgefährten“ der Kulturstiftung des Bundes gefördert

Was hat Lüdenscheid davon?

Die Bürger haben durch das Projekt die Möglichkeit, über ihre Stadt nachzudenken und zu reflektieren. Sie lernen nicht nur etwas über die Geschichte der Stadt, sondern werden mit Kunst und mannigfaltigen Veranstaltungen in die Lage versetzt, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie deren Zukunft aussehen könnte. So werden auf künstlerische Weise die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass aus der Bevölkerung heraus neue Ideen entstehen, die das Potenzial haben, die Stadt zu verändern und voranzubringen.

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