Robert Sochacki

Lichtrouten-Künstler macht in Lüdenscheid wieder das Licht an

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Der Lichtkünstler Robert Sochacki installiert am Sonntagabend eine "One-Night-Gallery".

Lüdenscheid – Der polnische Lichtkünstler Robert Sochacki, der in Lüdenscheid schnell zum Sympathieträger wurde, macht wieder Station in der Bergstadt. Er ist in diesem Moment mit seiner Familie auf dem Rückweg von Tunesien in seine Heimat Polen.

Das Urlaubssemester, das sich Sochacki als Universitätspädagoge nahm, ist vorüber, die Studenten und Dozenten kehren zurück an die Uni. Am kommenden Sonntag, 6. Oktober, wird Sochacki, der die „Wunderkammer“ in den Museen gestaltete, wieder zu einem Workshop und einer One-Night-Gallery an der Sauerfelder Straße erwartet.

Dann liegen Monate der Lichtkunst hinter ihm, unter anderem das Festival „See Djerba“, bei dem Künstler aus Deutschland, Polen, Russland, Venezuela und Tunesien ortsspezifische Lichtkunst herstellten. Fast 40 Künstler beteiligten sich an dem Lichtkunstfestival in Tunesien.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert Entwicklungsprozesse im Rahmen des Fonds „Stadtgefährten“. Die Museen der Stadt hatten sich im vergangenen Jahr erfolgreich um Mittel aus diesem Fond beworben und werden mit einem Betrag in Höhe von 147 500 Euro gefördert worden. Ein erster „Bauschritt“ war die Herstellung eines Raumes, der – künstlerisch gestaltet von Robert Sochacki – jetzt als „Wunderkammer der Zukunft“ genutzt wird.

Alle Bilder und Videos - so waren die Lichtrouten 2018

„Wir haben in der kreativen Szene herumgefragt. Der Workshop mit Robert war schnell ausgebucht“, erläutert Ulrike Tütemann, Mitarbeiterin der Museen, im Gespräch. So treffen sich die Teilnehmer am Sonntag um 11 Uhr mit dem Künstler in der „Wunderkammer“, um eine Installation zu gestalten. Tütemann: „Robert hat mehrere Projektoren dabei, der Rest ist Überraschung. Vielleicht wird eine Collage erarbeitet.“

Gegen 15 Uhr soll die Installation fertig sein, dann bleibt noch genügend Zeit, um sie auszurichten. Denn Sonntagabend wird eine „One-Night-Gallery“ in den Museen zu sehen sein, ähnlich wie im April – ab 20 Uhr (bei Einbruch der Dunkelheit). Zu dieser Präsentation ist jeder eingeladen, der zwischen „Lichtrouten“ und „Lichtrouten“ wieder einmal Lichtkunst sehen möchte. Projiziert wird an die innere Mauer der Museen. Der Eintritt ist frei. 

Natürlich besteht an diesem Abend auch die Gelegenheit, die Installation in der „Wunderkammer der Zukunft” in Augenschein zu nehmen. In dieser außergewöhnlichen Atmosphäre sollen in den nächsten Jahren – die Kammer wird Bestandteil der Neugestaltung der Dauerausstellung – Lüdenscheider Politiker, Gruppen und Institutionen ergebnisorientiert, aber fernab ausgetretener Pfade Zukunftspläne für Lüdenscheid entwickeln.

Wenn's klappt, will man in den Museen das Format der „One-Night-Gallery“ weiterführen. Anfang der Woche macht sich Robert Sochacki mit seiner Familie dann auf die Heimreise.

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