Polnische Künstler legen letzte Hand an

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Ewa Lenard beim Aufstellen ihrer Installation.

LÜDENSCHEID - Ewa Lenard hockt mit ihrem Mann Aleksander vor der blütenweißen Installation. Eine nahezu lebensgroße Figurenszene, aus dem Leben gegriffen. Farbe und Pinsel sind noch nicht eingepackt, liebevoll befestigt die zierliche Künstlerin die Füße an der Figur. Ewa Lenard gehört zu den Künstlerinnen und Künstlern der neuen Ausstellung, die ab Donnerstagabend in der Städtischen Galerie gezeigt wird. Sie ist auf Einladung des Märkischen Kreises hier, der die Wanderausstellung auf den Weg gebracht hat: Künstler aus dem Märkischen Kreis und seiner Partnerkreise Elbe-Elster, Ratibor und Wales haben ihre Gedanken zum Thema „Zeit“ zu Kunstwerken gemacht.

„Was wir daran so erstaunlich finden, ist, dass wir nur das Thema vorgegeben haben, weiter aber keine Einschränkungen gemacht haben. Und trotzdem sind so viele total unterschiedliche Kunstrichtungen dabei heraus gekommen“, sagt Katja Fall, Partnerschaftsbeauftragte des Märkischen Kreises, mit Blick auf die Ikonen, die der andere polnische Künstler, Gregorz Tomasiak, hat aufhängen lassen. „Ikonen strahlen ja in sich schon Vergänglichkeit aus“, so Fall, „und diese Kunst ist völlig anders als die von Eckhard Böttger oder Ewa Lenard.“ Ihre Kollegin Annette Lapinski hält das deutsch-polnische Gespräch in Gang. Gemeinsam betreuen sie die beiden polnischen Künstler gestern beim Aufstellen ihrer Exponate. 21 Ikonen hat Gregorz Tomasiak mit nach Lüdenscheid gebracht.

Die Ausstellung „Time/Zeit“ wird seit rund zwei Jahren vorbereitet. Der heimische Künstler Kurt Kornmann erwies sich dabei als Initiator. Im Frühling 2008 wurden die Partnerkreise aufgefordert, auf die Suche nach entsprechenden Berufskünstlern zu gehen. Manche fertigten daraufhin eigens für die Ausstellung Kunstwerke an. Im Anschluss an Lüdenscheid geht die Ausstellung auf Reisen – zunächst in den Elbe-Elster-Kreis, danach nach Ratibor und dann im kommenden Jahr nach Wales.

Die Vernissage zur Ausstellung beginnt am morgigen Donnerstag mit einem Rahmenprogramm um 19 Uhr in der Städtischen Galerie. Ab Freitag sind die Werke dann bei freiem Eintritt in der Galerie zu sehen. (rudi)

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