Polizeibeamte schnappen reihenweise Drogen- und Alkoholsünder

Erwischt! Lüdenscheider gibt zu, seit 25 Jahren keinen Führerschein zu besitzen

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Lüdenscheid - Was für ein Wochenende für die Beamten der Polizeiwache Lüdenscheid! Sie mussten nicht nur insgesamt neun Unfälle im Stadtgebiet mit einem Sachschaden von insgesamt 24.500 Euro aufnehmen, sondern konnten auch noch reihenweise auffällige Autofahrer stoppen. Sage und schreibe deren vier standen unter dem Einfluss von verschiedenen Drogen und Betäubungsmitteln, zwei weitere waren alkoholisiert, ein Unfallfahrer machte sich aus dem Staub. Den Vogel aber schoss ein Mann aus Lüdenscheid ab, der zugab, seit 25 Jahren (!) keinen Führerschein mehr zu besitzen. Wir fassen alle Fälle hier zusammen.

Jener Autofahrer aus Lüdenscheid, der seit einem Vierteljahrhundert keine entsprechende Fahrerlaubnis mehr besitzt, war den Polizeibeamten am Freitagabend gegen 18.40 Uhr auf der Sauerfelder Straße zunächst nur deshalb aufgefallen, weil er in der Dunkelheit ausschließlich die Nebenscheinwerfer seines Fahrzeugs eingeschaltet hatte.

Deshalb wurde der Fahrer gestoppt - bei der anschließenden Kontrolle kam dann heraus, dass der Lüdenscheider seinen Führerschein seit 25 Jahren nicht mehr sein Eigen nennen darf.

Damit aber wiederum war noch nicht Schluss: Obendrein war der Mann auch noch alkoholisiert. Entsprechend wird er sich jetzt wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und einer Alkoholfahrt verantworten müssen.

Wie oft der Lüdenscheider in der Vergangenheit wohl noch am Steuer gesessen hat? Schwer zu sagen, schwer zu ermitteln...

Unter Einfluss von Cannabis am Steuer gesessen

Ebenfalls am Freitag, aber schon um 14.45 Uhr, wurde ein 19-Jähriger auf der Alsenstraße mit seinem Auto gestoppt. Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle wurden von den Beamten bei dem jungen Mann "drogenbedingte Auffälligkeiten" festgestellt, wie es heißt.

Ein entsprechender Drogenvortest verlief positiv auf THC (Cannabis). Dem 19-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen - auch er wird sich dafür verantworten müssen.

Vergleichbarer Fall dann am Samstagnachmittag um 16.32 Uhr auf der Weststraße: Auch hier führten Polizeibeamte eine allgemeine Verkehrskontrolle durch, auch hier zeigte der Fahrer körperliche Auffälligkeiten, die den Verdacht nahe legten, dass er Betäubungsmittel konsumiert haben könnte. Auch er musste eine Blutprobe abgeben.

21-Jähriger hatte Kokain konsumiert

Am späten Samstagabend wiederum machte ein 21-jähriger Mann aus Lüdenscheid die Polizei selbst auf sich aufmerksam, indem er gegen 23.30 Uhr auf dem Brockhauser Weg augenscheinlich zu schnell unterwegs war und verbotswidrig die Nebelscheinwerfer eingeschaltet hatte.

"Beim Anhalten seines Pkw wurden bei ihm drogenbedingte Auffälligkeiten festgestellt. Der Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss von Kokain. Er wurde der Polizeiwache zugeführt, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde", heißt es im Polizeibericht.

Werdohler auf der Rahmedestraße erwischt

Keine 40 Minuten später - am ganz frühen Sonntagmorgen um 0.09 Uhr - erwischten Polizisten dann auf der Rahmedestraße schon den nächsten Drogensünder. 

Auch hier wurde im Rahmen einer Verkehrskontrolle festgestellt, dass ein Werdohler Autofahrer nach dem Konsum von Betäubungsmitteln körperliche Auffälligkeiten aufwies. Auch hier wurde eine Blutprobe fällig.

Unfall auf der Werdohler Landstraße

Am Sonntagmorgen um 3.05 Uhr ereignete such dann ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss auf der Werdohler Landstraße. Hier verlor ein 18-Jähriger Lüdenscheider die Kontrolle über seinen Pkw und verursachte einen Alleinunfall. "Der Unfallverursacher stand unter dem Einfluss von Alkohol. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit", so die Polizei.

Nach Kollision aus dem Staub gemacht

Schließlich krachte es am Samstagabend gegen 22 Uhr auf der Werdohler Straße in Fahrtrichtung Innenstadt. Hier war ein Autofahrer unterwegs, als plötzlich ein anderer Pkw-Führer vom Fahrbahnrand anfuhr. 

"Er kollidierte mit der gesamten rechten Pkw-Seite des Geschädigten. Der Unfallverursacher setzte seine Fahrt unmittelbar fort, ohne eine Schadensregulierung eingeleitet zu haben", so die Ermittler, die jetzt auf sachdienliche Hinweise unter der Telefonnumer 02351-90990 hoffen. Immerhin beläuft sich der Sachschaden auf ca. 7000 Euro.

"Dazu kam es am Wochenende im Stadtgebiet zu acht weiteren Verkehrsunfällen mit einem Sachschaden von etwa 17.500 Euro", teilt die Lüdenscheider Polizeit mit.

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