Polizei stellt Statistik vor

3,2 Prozent weniger Unfälle in Lüdenscheid

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Kreis-Polizeichef Michael Kuchenbecker (l.) und der Leiter der Direktion Verkehr, Thomas Volkmann.

Lüdenscheid - Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Kreisstadt ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 leicht gesunken. Die Polizei registrierte 3287 Unfälle, im Jahr zuvor waren 3396. Das entspricht einem Minus von 3,2 Prozent.

Gleichzeitig ist die Zahl der Schwerverletzten von 26 auf 31 gestiegen, die der Leichtverletzten von 239 auf 248. Wie im Vorjahr, so wurde auch 2018 auf Lüdenscheids Straßen im Verkehr niemand getötet. 

Das teilte die Polizeiführung jetzt in der Wache an der Bahnhofstraße mit. 

Unfallflucht 

Die Quote der Unfallfluchten stieg im vergangenen Jahr deutlich an. In 777 Fällen entfernte sich ein Täter von der Unfallstelle, ohne den Schaden zu regulieren, 93 mehr als 2017. Insgesamt gelang der Polizei eine Steigerung der Aufklärungsquote von 43 auf 46 Prozent. Von den 17 Fahrerfluchten, bei denen Verletzte am Unfallort zurückblieben, erwischte die Polizei 76,5 Prozent der Täter. 2017 waren es noch 66,7 Prozent. 

Motorradfahrer 

An zwölf Verkehrsunfällen waren im vergangenen Jahr Kradfahrer beteiligt (2017: 17). Dabei wurden zwölf Motorradfahrer verletzt, zwei von ihnen so schwer, dass sie stationär ins Krankenhaus mussten. 

Senioren 

Die Zahl der Unfälle, an denen Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahre beteiligt waren, kletterte im zurückliegenden Jahr von 149 auf 162. Insgesamt wurden 2018 im Lüdenscheider Straßenverkehr 42 Senioren verletzt, sechs von ihnen schwer. 

Junge Erwachsene 

Weniger Verletzte, aber mehr Unfälle, das trifft auf die Gruppe der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren zu. 2018 waren 171 Personen aus dieser Zielgruppe an insgesamt 149 Unfällen beteiligt. 2017 waren 162 junge Erwachsene in 141 Unfälle verwickelt. 

Jugendliche 

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 14 Verkehrsunfälle (2017: 12) unter Beteiligung von 15 Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren. 13 von ihnen wurden verletzt, einer davon schwer. 

Kinder 

Bei 33 Unfällen unter Beteiligung von Kindern wurden fünf Kinder schwer verletzt, 28 leicht. Auch diese Zahl stieg an. 2017 gab es 24 Unfälle mit Kindern, bei denen zwei schwer verletzt wurden. Außerdem verzeichnete die Polizei zwei Schulwegunfälle, bei denen die Kinder leicht verletzt wurden. 

Wachsende Personalnot bei der Polizei

Der Chef der Polizei im Märkischen Kreis, Michael Kuchenbecker, wies bei der Präsentation der Unfallstatistik erneut auf die wachsende Personalnot auf der Wache hin. Nach und nach gingen immer mehr Kollegen in den Ruhestand, ohne dass ausreichend Ersatz zur Verfügung steht. 

Gleichzeitig bleibe die „Arbeit auf der Straße elementar wichtig“, so Kuchenbecker. „Vor diesem Hintergrund bin ich superstolz auf die Kollegen.“ 

Nach den Worten des Leiters der Direktion Verkehr, Thomas Volkmann, steht die „Mission Zero“, also die stete Senkung der Unfallzahlen, auf der Polizei-Agenda ganz oben. 

Neben dem Fokus auf kreisweit 43 Unfallschwerpunkte stehen die Hauptursachen für Karambolagen längst fest. Demnach gelten Gründe wie zu hohes Tempo, Ablenkung durch Handys, Genuss von Alkohol und Drogen oder Fahrfehler beim Abbiegen als Hauptursachen.

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