Verkehrsstatistik

1,5 Prozent mehr Unfälle in Lüdenscheid

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Lüdenscheid - Die Zahl der Verkehrsunfälle im gesamten Kreisgebiet ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 leicht um 1,8 Prozent gestiegen. Auch in Lüdenscheid gingen die Zahlen nach oben.

In Lüdenscheid stieg die Quote mit 3404 Unfällen (2016: 3354) um 1,5 Prozent. Es gab im Stadtgebiet 2017 keinen einzigen Verkehrstoten, weniger Schwerverletzte, aber 2,9 Prozent mehr leicht verletzte Personen. 

Das geht aus der aktuellen Unfallstatistik hervor, die die Polizeiführung jetzt präsentierte. Angesichts der Entwicklung der Zahlen zeigten sich Polizeichef Michael Kuchenbecker und der Leiter der Direktion Verkehr, Thomas Volkmann, zufrieden mit der Arbeit ihrer Beamten. 

Kuchenbecker: „Wir haben auf der Straße und in den Kommissariaten ein tolles Team, auf das ich stolz bin.“ Präventive und repressive Maßnahmen der Polizei seien insgesamt erfolgreich. Dies auch im Hinblick auf eine zunehmende Verkehrsdichte durch immer mehr Pendler und eine wachsende Zahl von Zulassungen von Fahrzeugen im Kreis. 

Bei ihren Bemühungen, die Zahl von Toten und Verletzten auf den Straßen des Kreises zu verringern, haben die Verantwortlichen vor allem vier Risikogruppen im Fokus.

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Jugendliche: Kreisweit gab es einen leichten Anstieg bei Unfällen mit Personen zwischen zwischen 15 und 17 Jahren. In Lüdenscheid sank die Zahl der Unfälle dieser Gruppe von 17 (2016) auf aktuell zwölf.  

Junge Erwachsene: Auch hier sank die Unfallzahl in der Kreisstadt. 2017 waren 162 Menschen zwischen 18 und 24 Jahren an Unfällen beteiligt (2016: 167), in dieser Gruppe wurden 51 junge Erwachsene verletzt (2016: 48).

Senioren: Die Zahl der Unfälle mit Personen ab 65 Jahren kletterte von 125 (2016) auf 149 im vergangenen Jahr. Insgesamt verunglückten in Lüdenscheid 33 Senioren (2016: 31), fünf wurden schwer verletzt, 28 leicht. 

Kradfahrer: Während 2016 in der Kreisstadt 26 Motorradfahrer an Unfällen beteiligt waren, sank die Zahl 2017 auf 17. Verletzt wurden in der Kreisstadt 15 Kradfahrer, 2016 waren es 26. Im Kreisgebiet kamen 2017 drei Motorradfahrer zu Tode. 

Nach jedem fünften Verkehrsunfall begeht jemand Fahrerflucht. Doch mit einer Aufklärungsquote von 75,7 Prozent bei Unfällen mit Verletzten liegt die Kreispolizeibehörde laut Statistik deutlich über dem Landesdurchschnitt von 64,4 Prozent. In Lüdenscheid beträgt die Aufklärungsquote 66,7 Prozent, 2016 waren es noch 60 Prozent. 

Polizeichef Michael Kuchenbecker dazu: „Das Risiko, erwischt zu werden, ist weiterhin hoch.“

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