In Summe weniger Straftaten

Weniger Einbrüche, mehr Raubüberfalle: So sicher ist Lüdenscheid

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Die Polizei registrierte erheblich weniger Diebstähle.

Lüdenscheid – Erheblich weniger Diebstähle hat die Polizei im vergangenen Jahr in Lüdenscheid registriert. Das geht aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervor. So kam der Autoklau mit 16 Fällen auf ein Minus von 36 Prozent, Diebstähle aus dem Pkw heraus mit -36,84 Prozent auf einen ähnlichen Wert. Wohnungseinbrüche sind um 14,95 Prozent zurückgegangen.

Mit Blick auf die Nachbarstädte und -gemeinden ist Lüdenscheid damit vergleichsweise sicher, denn kreisweit haben Einbrüche sogar um 13,02 Prozent zugenommen. Taschendiebstähle haben mit 1,92 Prozent leicht zugenommen, auch hier sieht es kreisweit deutlich schlimmer aus.

Aufgeklärt wurden 42,99 Prozent aller Diebstähle, deutlich mehr als im Kreis sowie im Vorjahr. Die Aufklärungsquote insgesamt ist mit 59,36 Prozent nochmals deutlich höher als im gesamten Kreis, obgleich man hier schon den Landestrend übertrifft. Im Vorjahr lag sie noch bei schon vergleichsweise guten 57,72 Prozent.

Mit 1512 bekannten Taten haben Diebstahldelikte einen erheblichen Anteil an den gesamten Straftaten. Das gilt auch für Betrug (743 Anzeigen, -5,95 Prozent), Sachbeschädigung (494 Fälle, -18,35 Prozent) und Rauschgiftdelikte (311 Taten, -20,66 Prozent). Sorgen macht auch in Lüdenscheid die Abzocke älterer Menschen („Enkeltrick“). Mit 17 bekannten Fällen fünf mehr als 2018, also +41,67. Auch hier rechnen die Beamten mit einem Zuwachs und hoher Dunkelziffer.

Aufgeklärt werden konnte etwa jeder dritte bekannte Fall. Bei den Angriffen auf Polizisten, Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte verzeichnet die Statistik mit 41 Fällen ein Minus von 18 Prozent. In der Summe sind von der Polizei 5052 Straftaten verfolgt worden, 352 weniger als 2018. Das entspricht einem Rückgang von 6,51 Prozent. Zwei „Straftaten gegen das Leben“, dazu zählen auch Tötungsdelikte, sind der Polizei bekannt geworden. Beide wurden aufgeklärt.

Im Jahr davor waren es drei Taten, davon blieb seinerzeit eine unaufgeklärt. Ein Rückgang von 14,29 Prozent wird bei Sexualdelikten verzeichnet. Die Zahl der angezeigten Fälle von Vergewaltigung oder schwerer sexueller Nötigung liegt unverändert bei zehn, beim sexuellen Missbrauch von Kindern sind weniger Taten bekannt geworden: Ebenfalls zehn gegenüber elf in 2018.

Bei diesen Delikten weist die Polizei aber auf die sehr hohe Dunkelziffer hin, obgleich über 90 Prozent der angezeigten Fälle aufgeklärt werden konnten. Illegale Pornografie ist bei einem Minus von 18,75 Prozent deutlich seltener aufgetaucht. Sprunghaft angestiegen sind die Raubdelikte, die in der Regel zur Anzeige gebracht werden: 80 Ermittlungen gegenüber 66 im Vorjahr.

Viele Taten konnten aufgeklärt werden: 61,25 Prozent. In 35 Fällen wurden Raubüberfälle in der Öffentlichkeit angezeigt, 12 mehr als im Vorjahr: ein Plus von 52,17 Prozent. Auch hier liegt die Aufklärungsquote mit 51,43 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Rückläufig sind die erkannten Körperverletzungen, insgesamt um 4,58 Prozent. 666 Fälle stehen 698 Fällen in 2018 gegenüber. Bei den schweren und gefährlichen Fällen beträgt der Rückgang sogar 10,71 Prozent.

Beachtlich: Die Aufklärungsquote bei diesen Straftaten beträgt wie 2018 etwa 90 Prozent. Auch für Lüdenscheid gilt: Der Anteil der durch Menschen mit Migrationshintergrund begangenen Taten entspricht ihrem Anteil an der Bevölkerung.

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