Mit Smartphone am Steuer

Polizei kontrolliert schwerpunktmäßig: 70 Handyverstöße in fünf Stunden geahndet

Schwerpunktkontrollen
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Ablenkung durch den Gebrauch elektronischer Geräte während der Fahrt, kurz: Handyverstöße – dieses Vergehen stand bei Schwerpunktkontrollen am Mittwoch im Blickpunkt der Lüdenscheider Polizei.

Lüdenscheid - An der Heerwiese und auf der Lennestraße erwischten die Beamten innerhalb von fünfeinhalb Stunden 70 Autofahrer, die gerade ihr Smartphone bedienten.

Wie der Einsatzleiter, Polizeikommissar Tim Knutzen, erklärt, sei das Ergebnis der Aktion besonders auffällig, weil durch Regen und Hagel während der Überprüfung „schlechteste Sichtverhältnisse“ herrschten. Ein weiteres Augenmerk legten die Beamten auf die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer.

Bei sechs Fahrern stellten die Polizisten vorherigen Drogenkonsum fest. Einer der Kandidaten hatte nicht nur Rauschgift im Blut, sondern fuhr ohne Führerschein und ohne Versicherungsschutz – und überdies mit falschen Kennzeichen an seinem Auto. Nun hat der Mann ein Strafverfahren wegen mehrerer Delikte am Hals.

Auch das Thema Rotlichtverstoß steht weiter im Fokus der Ordnungshüter – und zwar zu Recht, wie Einsatzleiter Knutzen betont. Denn an der Heerwiese registrierten seine Kollegen während der Kontrolle elf Autofahrer, die die Ampel bei Rot passierten. „Und das, obwohl wir uns gut sichtbar an der Kreuzung postiert hatten und die Fahrer uns sehen konnten.“

Drei der Rotlichtsünder müssen neben dem Bußgeldverfahren nun mit Fahrverboten rechnen. Das wird in der Regel dann verhängt, wenn die Ampel bei der Durchfahrt schon länger als eine Sekunde Rotlicht zeigt. Auch sogenannte Gurtmuffel gingen den Polizisten wieder ins Netz. Fünfmal wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

Die Schwerpunktaktion war gegen 20 Uhr beendet. Die Polizei kündigt weitere Kontrollen im gesamten Stadtgebiet an.

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