Ordnungsamt und Polizei gehen gemeinsam auf Streife

Polizei kontrolliert Kontaktverbot im MK: Mindestens 500 Euro Strafe

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Gemeinsam mit Polizeihündin Ziva zeigten Polizei und Ordnungsamt am Montag Präsenz in der Innenstadt.

Verstöße gegen das von der Regierung beschlossene Kontaktverbot sollen auch im Märkischen Kreis ausnahmslos bestraft werden - mancherorts mit mindestens 500 Euro. Polizei und Ordnungsamt sind deshalb ab sofort im Einsatz.

Lüdenscheid – Eine vierköpfige Streife aus Polizei und Mitarbeitern des Ordnungsamtes war am Montag zum Auftakt in der Lüdenscheider Innenstadt unterwegs. Ab sofort werden sie täglich „starke Präsenz zeigen“ – in mehreren Schichten mit jeweils zwei Leuten, betonte Martina von Schaewen, Leiterin des Fachdienstes Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung. Das Ordnungsamt habe seine Kräfte dafür mit Mitarbeitern aus dem eigenen Haus verstärkt.

Beachtung fand die vierköpfige Gruppe am Montag allemal, als sie in Uniform gekleidet und gemeinsam mit Polizeihündin Ziva an der Leine über die Knapper Straße und den Rathausplatz marschierten. Zahlreiche Blicke zogen sie auf sich, manches Lob für den Einsatz der Streife gab es auch. 

Hohe Mindeststrafe gewählt: "Das soll wehtun"

Und die große Aufmerksamkeit war genau so gewollt, sagte von Schaewen. Denn „es ist durchaus ein Unterschied, ob die Polizei mit dabei ist oder nicht, allein ihre Montur ist anders. Deshalb halten wir die Teams gemischt, das soll schon Wirkung zeigen“. 

Bußgelder verhängen dürfen allerdings beide, Polizei und Ordnungsamt – und das nicht gering: Das Bußgeld betrage mindestens 500 Euro. Die Details des Bußgeldkatalogs wurden am Montag zwar noch nicht bekannt gegeben, doch die hohe Mindeststrafe sei bewusst gewählt worden, betonte von Schaewen. „Das soll schon wehtun und ist zum Schutz der Allgemeinheit auch einfach notwendig.“ 

Ausflugsorte werden kontrolliert

Kontrollieren werden Ordnungsamt und Polizei ab sofort in der ganzen Stadt, insbesondere auch an beliebten Ausflugsorten wie den Talsperren oder am Stilleking sowie an „Hotspots, wo sich vor allem Jugendliche gerne aufhalten“. 

Die Gegenden dürfen unter den Bestimmungen weiterhin besucht werden, es gehe nur darum, dass die Abstände eingehalten werden. „Da reicht es oft schon, mal einen Schritt mehr nach links oder rechts zu gehen, wenn sich Wege von Spaziergängern kreuzen“, hieß es seitens der Polizei. Die Mitarbeiter des STL (Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid) kontrollieren zudem die Spiel- und Bolzplätze. 

"Das Verständnis für die Situation ist angekommen"

Verstöße habe es bislang nur wenige gegeben, „das Verständnis für die Situation ist angekommen, das war vor drei Wochen noch anders“, hieß es. Auch am Montag war der erste Gang durch die Innenstadt ruhig, beinahe alle hielten den Mindestabstand ein. 

Lediglich in einem Fall sprach die Streife vier Personen an – sie waren nicht als Gruppe unterwegs, saßen aber auf den Bänken auf dem Rathausplatz zu dicht beieinander. Die Anordnung, sich weiter auseinander zu setzen, stieß in diesem Fall auf Unverständnis; doch auf Diskussionen ließen sich Polizei und Ordnungsamt nicht ein. „Das ist auch eher die Ausnahme“, sagten sie. „In der Regel reagieren die Menschen besonnen und halten sich an die Vorgaben.“

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