Golf GTI aus dem Verkehr gezogen

Tiefer, härter, kaputter: Polizei kontrolliert an der B229

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Lüdenscheid - Die Schwerpunktkontrollen der Polizei hatten eigentlich vor allem ein Ziel: Handysünder aus dem Verkehr zu ziehen. In Lüdenscheid gingen den Beamten aber auch weitere Fische ins Netz...

Zwischen 9 und 16 Uhr am Freitag kontrollierten die Polizisten Verkehrsteilnehmer an der B229. Insgesamt 15 Handyverstöße stellten sie in diesem Zeitraum fest; aber auch Vergehen wie fehlende Sicherheitsgurte und eine bei Rot überfahrene Kreuzung. 

Zwei Begebenheiten stellt der Polizeibericht am Montagmorgen besonders heraus: Einen Fahrradfahrer erwartet demnach nun eine Strafanzeige. Auch er war wegen des Telefonierens auf dem Fahrrad aufgefallen. Bei der Feststellung seiner Personalien wurde dann aber auch das hochwertig erscheinende Fahrrad überprüft. Und siehe da: es war in Berlin als gestohlen gemeldet. Das bereits im Mai 2016 entwendete Rad wurde sichergestellt.

Gegen 11.55 Uhr befuhr ein in Unna zugelassener Golf GTI die B229. Der Fahrer fuhr mit einem Smartphone in der Hand in die Kontrollstelle. Schnell fiel den Beamten auf, dass die Tuningmaßnahmen am GTI nicht den Vorschriften entsprachen. Der Wagen war massiv tiefer gelegt. Ebenso unzulässig: die verbaute Rad-Reifen-Kombination. 

Die Beamten bemerkten Schleifspuren im Unterbodenbereich und im Radhaus. Auch die Geräusche, die der Wagen von sich gab, schrien förmlich nach einer genauen Überprüfung. Das Fahrzeug wurde bei einer technischen Prüfstelle vorgeführt. Hier sorgte der Zustand des Pkw nur für Kopfschütteln bei den erfahrenen Sachverständigen. 

Sie stellten fest, dass sich die unzulässig verbauten Federn wegen der fehlenden Vorspannung mühelos mit bloßer Handkraft entnehmen ließen. Dieser Mangel sowie die zahlreichen Kratz- und Aufsetzspuren, die unzulässige Klappenauspuffanlage und die daraus resultierenden Geräuschemissionen führte dann im Ergebnis zur Feststellung: "Verkehrsunsicher!". Die Kennzeichen des Pkw wurden noch an Ort und Stelle sichergestellt. 

Wie tief der Wagen lag zeigte sich beim Verlassen der Prüfstelle. Am Ende der Hebebühne fuhr sich der PKW fest. Teile des Unterbodens rissen ab. Die sog. "Bodenfreiheit" betrug stellenweise weniger als 4 Zentimeter.

Den Fahrer erwartet ein Bußgeld in Höhe von ca. 350 Euro. Gegen den Fahrzeughalter (der Vater des Mannes) wird ebenfalls Anzeige erstattet.

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