Polizei: Einsatztrupps geschwächt

Lüdenscheid - Die Polizei im Märkischen Kreis hat ihre Einsatztrupps (ET) zur Bekämpfung der Straßenkriminalität in den vergangenen neun Jahren um drei Planstellen verkleinert. Das teilt NRW-Innenminister Ralf Jäger als Antwort auf eine kleine Anfrage mit, die der CDU-Landtagsabgeordnete Theo Kruse aus dem Kreis Olpe an die Landesregierung gerichtet hatte.

Bei der Neuorganisation der Polizei 1994 haben die Behörden die Einsatztrupps eingerichtet – Beamte, die in Zivil in erster Linie zur Observation und Überführung Verdächtiger da sind. Wie Kruse sagt, würden Meldungen laut, „nach denen die Stärke der Einsatztrupps teilweise um die Hälfte reduziert oder gar ganz abgeschafft wurden. Die Sachbearbeitung der Kriminalkommissariate kommt wieder an den Punkt, die Kriminalität nur noch zu verwalten, operative Maßnahmen können oft nicht mehr in gewünschtem Maße stattfinden.“

Mit der Kürzung von ET-Stellen befindet sich der Märkischer Kreis in „guter“ Gesellschaft. Von den 47 Polizeibehörden in NRW haben 39 ihre ursprünglichen Einsatzstärken reduziert. Der Kreis Heinsberg und der Hochsauerlandkreis haben ihre ET laut Jäger sogar ganz abgeschafft. Großstädte wie Düsseldorf, Dortmund oder Köln hingegen haben ihre Einsatztrupps personell noch aufgestockt. Landesweit wurden in den neun Jahren seit der Polizei-Neuorganisation 125 ET-Stellen gestrichen.

Von Olaf Moos

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