Aktion der Märkischen Kulturkonferenz

Poetry-Slammer Marian Heuser leitet Workshop am Zeppelin-Gymnasium

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Marian Heuser gibt einen Workshop am Zepp.

Lüdenscheid -Eigentlich war es ein simpler Kugelschreiber, den der Poetry-Slammer Marian Heuser Montagmittag durch die Reihen der Schüler im Untergeschoss des Zeppelin-Gymnasiums wandern ließ. Weiß, harmlos und mit den Worten „Dieser Kugelschreiber ist banal“. 

Die Aufgabe: Den sprachwissenschaftlichen Begriff „Hyperbel“ (Übertreibung) auf den Kugelschreiber anzuwenden. Nach anfänglichem großartig, fantastisch, und phänomenal landeten die Gymnasiasten schnell bei des Kugelschreibers „Bereicherung für die Menschheit“ und „Ich will ein Kind von dir“. Für zwei Tage war der Slammer aus Münster zu Gast im Zepp und leitete dort einen Workshop in Sachen „Poetry Slam“.

Die Schüler der 10. bis 12. Klasse konnten sich im Vorfeld zu dem Workshop anmelden. Das Ziel: Am 3. Juni im roten Saal des Kulturhauses Protagonist eines U-20-Poetry-Slams zu sein. „Ich mache diese Workshops gern, aber manchmal scheitert das an der Finanzierung“, erläuterte Heuser in einer Pause, während sich die Schüler damit beschäftigten, einen selbst gewählten Gegenstand zu umschreiben.

Mitfinanziert werden die Workshops, die Heuser am Zepp, am BGL, sowie an den Iserlohner Gymnasien Stenner und Hemberg gibt, durch die Märkische Kulturkonferenz. 2012 rief die MKK das Label „MKK-Jugend“ ins Leben und unternahm auf dem musikalischen Sektor den ersten Vorstoß, junge Talente zu fördern. Zwei Jahre später folgte „MKK-Jugend“ in Sachen Malerei, für dieses Jahr soll nun die Literatur besonders bedacht werden.

 In diesem Jahr rückt die MKK den Poetry-Slam in den Vordergrund. Bereits im vergangenen Dezember begann das Pilotprojekt mit dem Workshop in Iserlohn an der Stenner, in der kommenden Woche ist Heuser am Bergstadtgymnasium zu Gast. Die Zepp-Schüler hatten eine Menge Fragen: Wie wird man Poetry-Slammer, welche Rolle spielt die Musik? Heuser fand wie immer schnell einen Draht zu den jungen Leuten.

Einige von ihnen trauten sich bereits einen Vortrag vor der Klasse zu. Schulintern wird noch geklärt, welche Schüler beim U-20-Slam im Kulturhaus teilnehmen und sich einem größeren Publikum mit eigenen Texten stellen. Seitens der Märkischen Kulturkonferenz wird noch überlegt, was für eine Trophäe der Sieger am 3. Juni mit nach Hause nehmen wird.

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