Dieser Mann erklärt, warum die Menschheit ein Auslaufmodell ist

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Viel Spaß hatten Slammer, Moderator und Publikum beim letzten Lüdenscheider Slam vor der Sommerpause.

Lüdenscheid – Am Samstagabend ging der „World of Wordcraft“ Poetry Slam im Kulturhaus in die 33. Runde. Junge und erfahrene Künstler begeisterten das Publikum. Rund 300 Zuschauer waren gekommen. Marian Heuser, Moderator des Abends, sprach vom „harten Kern“, der da gewesen sei.

An anderen Terminen sei der Saal ganz voll gewesen, die Stimmung aber selten so „sagenhaft“ wie am Samstag. Insgesamt waren sechs Slammer angetreten, die ihre Texte vortrugen.

Es galt, das Publikum nur mit Worten zu überzeugen, zu berühren, zu bewegen und zu amüsieren. Denn: Als Jury fungierten sieben Freiwillige aus dem Publikum, die mit Punktetafeln von eins bis zehn über die Qualität der sechs-minütigen Darbietungen richteten. Die Bandbreite reichte von lustigen bis hin zu tiefsinnigen und nachdenklich stimmenden Texten.

Den Abend eröffnen durfte Malte Küppers, der sich mit seinem Text über das Lügen den direkten Einzug ins Halbfinale sicherte und später Dritter wurde. Nach ihm folgten Rita Apel und Alex Paul. Rita Apel unterhielt das Publikum mit ihrem Text über die Amigos und zog ebenfalls auf direktem Weg ins Halbfinale ein. Ihr zweiter Vortrag war dann später das Ticket zum Finale.

Florian Stein, der zweite Finalist und Sieger des Slams, ging mit seinem Werk zum „Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen“ an den Start. Nach ihm traten noch Luise Wolff und Rike Baukhage auf. Letztere war die jüngste Herausforderin des Abends und außerdem den langen Weg aus Greifswald (nahe Usedom) angereist. In ihrem Text ging es um die Hetze des Alltags.

Luise Wolffs Text, der von einem besonderen Tinder-Date handelte, trug den Titel „Kaffee-Kippen-Halter“. Den Gesamtsieg sicherte sich letztendlich Florian Stein. „Am Ende gewinnt immer die Poetry, aber die kann ja den schönen Preis nicht entgegennehmen“, sagte er in seinem Dankeswort. Sein Final-Text beschrieb die von Maschinen regierte, „geupdatete Welt“ der Zukunft und handelte von Robotern, dem „Auslaufmodell Menschheit, das dem Fortschritt zum Opfer fiel“ und der Liebe als „Motherboard der Gefühle“.

Im Finale entschied das Publikum mit der Lautstärke des Applauses darüber, welcher der Finalisten die „Goldene Feder“ mit nach Hause nehmen durfte. Die „Feder“ wurde von der Lüdenscheider Künstlerin Claudia Bäcker-Kirmse gestaltet. Außerdem gab es ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro, das die Lüdenscheider Nachrichten bereitstellten. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch von Seltmann Printarts und dem Kulturhaus.

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