Plünderer nach Hochwasser in Lüdenscheid: Flutopfer ketten Gegenstände an

hochwasser
+
Nicht alles, was derzeit vor der Tür steht, ist Sperrmüll.

Im Lüdenscheider Ortsteil Brügge zeigt das Hochwasser, vor allem an der Volmestraße, noch immer seine Nachwirkungen. Das aus den nassen, schlammigen Kellern geräumte Mobiliar steht nun draußen an der Straße. Ein Restaurant hat seine Stühle vor dem Laden festgekettet.

Lüdenscheid – „Hier gibt es in letzter Zeit sehr viel Diebstahl“, erklärt die Anwohnerin Magret Drexel. Die Leute dort müssen teilweise sehr unter den Folgen des Hochwassers leiden und stellen ihr Hab und Gut an den Straßenrand. Entweder Sperrmüll, der abgeholt werden soll, oder Gegenstände, die nur draußen stehen um zu trockenen und im Keller nicht den Aufräum- und Säuberungsarbeiten im Wege zu sein.

StadtLüdenscheid
Landkreis Märkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Plünderer nach Hochwasser in Lüdenscheid: Sachen sollten gesichert werden

Diese Situation wird derzeit von vielen Schrottsammlern im Katastrophengebiet ausgenutzt, um den Sperrmüll oder gar Gegenstände, die die Anwohner behalten wollen, zu entwenden. „Gegen die Schrottsammler laufen aktuell Ermittlungen wegen Verstoßes gegen die Gewerbeordnung“, erklärt eine Polizeisprecherin, da viele keine Erlaubnis hätten, den Sperrmüll mitzunehmen.

Das Problem sei besonders akut in den Gebieten, in denen die Flut stärker zugeschlagen hat, also wo sich der Müll an den Häusern reiht. Wenn etwas Auffälliges beobachtet wird, sollen die Anwohner nicht zögern, die 110 zu wählen, um die Polizei zu informieren. Es sei auch keine Seltenheit, dass die Gegenstände am helllichten Tag entwendet werden.

Die Sprecherin der Polizei empfiehlt, soweit möglich, seine Sachen beispielsweise mit Ketten zu sichern. Eine weitere Möglichkeit sei, „sich mit seinen Nachbarn abzusprechen, wenn man selbst gerade nicht auf sein Eigentum aufpassen kann.“ In den besonders betroffenen Bereichen habe die Polizei bereits ihre Präsenz für mehr Sicherheit vor Diebstahl erhöht.

Von Fabienne Schwarzer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare