Und plötzlich waren’s drei – „Ich habe erstmal geweint“

LÜDENSCHEID ▪ Sie schauen immer noch ein bisschen verdattert drein. Erschöpfung, Erstaunen, aber vor allem riesiges Glück ist in den Blicken von Irini Papadopoulou und Pantelis Haritidis zu sehen. In ihren Armen halten sie ihre Jungs: Alexandros-Theodoros, Dimitrios-Emanuel und Simon-Elias – das dritte Drillings-Trio in Hellersen seit Bestehen der Klinik, wie Chefarzt Dr. Bernhard Köster sagt.

Monatelang hatte das Paar aus Lüdenscheid geglaubt, Eltern von Zwillingen zu werden. Am 18. August, bei einer Untersuchung in der Frauenklinik, stellte Oberärztin Dr. Angelika Weber fest, dass Irini drei Kinder bekommen wird. Die junge Mutter: „Ich habe erst einmal geweint.“ Der stolze Vater: „Und ich habe gesagt, nein, das kann nicht sein, das Dritte da, das ist nur ein Schatten.“

Nun sind die Babys – geboren am vergangenen Freitag – in der Obhut der Perinatal-Station, liebevoll und geduldig kümmern sich die Schwestern um ihre Schützlinge und Mama und Papa. Doch nach der Entlassung aus dem Klinikum beginnt für die Familie eine anstrengende Zeit. Pantelis Haritidis: „Erst mal können wir die Bettchen in unserer Wohnung aufstellen.“ Aber die Wohnungssuche hat schon begonnen. Mehr Platz wünscht sich Irini Papadopoulou, „und ein Garten wäre schön“. Ein größeres Auto muss her, Kinderwagen sind nötig. Und wie sie die nächsten Monate ohne eine Haushaltshilfe bewältigen sollen, wissen Irini und Pantelis noch nicht. „Es ist schwierig, jemanden zu finden, und Hilfe von Behörden oder der Krankenkasse bekommen wir nicht“, sagt der Vater. „Angeblich verdiene ich zu viel.“ Immerhin: Die Großeltern wohnen in Lüdenscheid und können den Stress erträglich machen.

Alexandros-Theodoros, Dimitrios-Emanuel und Simon-Elias sind per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Mama Irini ist noch geschwächt von den Strapazen der letzten Schwangerschaftswochen und von der Operation. Aber die strahlende Frau und Drillings-Papa Pantelis richten sich auf ein lebendiges Familienleben ein. Denn zu Hause wartet der große Bruder des kleinen Trios. Er heißt Georgios, ist gerade einmal 16 Monate alt und – Mutter und Vater lächeln sanft – „ein echter Rabauke“.

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