Plattenlabel Midsummer Records feiert zehnten Geburtstag im AJZ

Lüdenscheid - Das kleine, von Tim Masson gegründete und geleitete Plattenlabel Midsummer Records ist heute im Saarländischen St. Wendel ansässig. Es hatte jedoch seit 2006 in Halver seinen Sitz. Grund genug also, das zehnjährige Bestehen gebührend zu feiern. Zwar ist die eigentliche Jubiläumsfeier erst für Ende des Jahres (Samstag, 10. Dezember) geplant, dennoch fand am Samstag ein „Pre-Fest“ mit vielen Bands des Labels im Alternativen Jugendzentrum (AJZ) an der Altenaer Straße statt.

Obwohl bei den Gruppen überwiegend die Liebhaber der härteren Gangart auf ihre Kosten kamen, begann das Programm mit dem hörenswerten Singer/Songwriter Ghost Of A Chance. Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich der Musiker Tobias Heiland, der nach seinem Debüt „And Miles To Go Before I Sleep“ 2010 nun mit dem Nachfolger „Arboretum“ überzeugt. Beide Scheiben sind bei Midsummer-Records erschienen. 

Nur mit der Akustik-Gitarre bewaffnet zaubert er auch bei seinem zweiten Longplayer sensible, in sich gekehrte Songs - zeitgemäßer Folk, der Lust auf mehr macht. Dabei ist in den Texten oft auch ein Augenzwinkern spürbar. Wo sonst erzählt ein Songwriter schon mal die Geschichte eines Stormtroopers aus Star Wars mit Liebeskummer wie im Song „Letters from Endor“? Im Anschluss ging es deutlich härter weiter mit den Lokalmatadoren von Tidens Tann. Die Formation aus der Bergstadt wartet mit deutschen Texten auf und bietet Punk und Post-Hardcore.

Prefest 10 Jahre Midsummer Records

Ehrfurcht gebietend präsentierte sich der Sound von Meadow Saffron aus Siegen, die Rock auf die Bretter brachten und ihre neue Scheibe „Saving A Sandbank“ am 22. April bei Midsummer an den Start schicken. Die neue Platte der Indie-Rock-Combo This April Scenery geht ebenfalls in Kürze an den Start, und zwar am 15. April. Das Set der Jungs aus Köln, Wuppertal und Essen im AJZ stellte ein knallhartes Brett dar. Yellowknife, die teils melodiösen und technisch hervorragenden Indierock zu bieten haben, veröffentlichen inzwischen nicht mehr bei Midsummer. Dennoch ließen es sich die Jungs nicht nehmen, ein tolles Set abzuliefern.

Ferner gab es bei der insgesamt sechsstündigen Veranstaltung mit der Formation The Satellite Year melodischen Emo-Punk mit Pop-Elementen. In der Nacht setzten schließlich The August aus Aschaffenburg mit ihrem Post-Rock den Schlusspunkt. 

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