Sieben Wochen lang Aussicht auf Molton

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Tlako beim Auftritt mit den Schurken während des Rocksommers im Rosengarten.

LÜDENSCHEID - Laue Sommernächte, die Einstimmung auf das bevorstehende Wochenende, ein Bier unter Freunden oder neue davon suchen – Gründe, die Open-Air-Veranstaltungen im Rosengarten zu besuchen, ließen sich in den vergangenen Jahren viele finden. Was als Experiment begann – Live-Musik im Herzen der Stadt – hat sich in den letzten drei Jahren zu einem echten Publikumsrenner entwickelt.

Von Jutta Rudewig

Für kleines (Eintritts-)Geld gibt’s jeweils donnerstags verschiedene Genres. Ob das allerdings in diesem Sommer auch so wird, steht derzeit noch in den Sternen. In diesen Tagen traf sich der Veranstalter Jürgen Wigginghaus mit Vertretern der Feuerwehr und des Aufsichtsamtes, um letzte Steine aus dem Weg zu räumen. Einer davon: Die am Rosengarten ansässige Eisdiele, deren Pächterin von der Stadt auch den Freisitz gemietet hat. Dort allerdings saßen in den letzten drei Jahren die Eisdielen-Gäste mit Blick auf die Rückseite der Bühne. „Ich habe da absolutes Verständnis für. Wer sitzt denn schon gern sieben Wochen lang dort und schaut auf die Molton-Rückseite“, sagt Wigginghaus. Beschwerden, dass die Eisdielen-Gäste auch ihre Kinder im Rosengarten nicht mehr beobachten könnten, häuften sich, Umsatzeinbußen waren die Folge.

Den Molton-Vorhang nach der Veranstaltung einfach zur Seite zu schieben, scheitert an unsicheren Witterungsverhältnissen. „Die Bühne umzustellen, ist auch nicht ganz so einfach. Da muss man die Frage nach der Lärmbelästigung erstmal klären und gegebenenfalls Sitzproben machen“, so Wigginghaus weiter. Eine andere Lösung wäre eine mobile Bühne, die zum Auftritt der Bands aufgebaut und am nächsten Tag wieder abgebaut wird. Ein teurer Lösungsansatz.

Insgesamt ist Wigginghaus aber zuversichtlich, eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten gerecht wird: „Der letzte Sommer war gut, die beiden davor war’s ein wettertechnischer Krimi. Aber das ist eine schöne Veranstaltung und wird auch gut angenommen.“

Probleme damit, die Bands für die Abende im Rosengarten auch kurzfristig zu buchen, hat er nicht: „Für einen Donnerstagabend kriegt man immer eine gute Band. Ich hab auch schon Gespräche geführt und den einen oder anderen Knüller im Kopf.“ Am 24. Juli soll, wenn alles gut geht, der erste „Rock im Rosengarten“ starten.

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