Planer-Stelle im Rathaus wird sofort nachbesetzt

LÜDENSCHEID - Die einjährige Wiederbesetzungssperre für die Planerstelle von Mattias Bartmann im Rathaus wird aufgehoben. Der Posten, der künftig als Fachdienstleitung firmieren soll, wird unmittelbar ausgeschrieben. Das beschloss der Hauptausschuss am Montag nach kurzer Debatte ohne Gegenstimme.

Zuvor hatte Martin Bärwolf als Chef der Stadtplanung erläutert, dass die Bartmann-Stelle nicht nur für das „Denkfabrik“-Projekt zur Regionale 2013 gebraucht wird. „Sondern auch für den neuen Flächennutzungsplan, das Demografie-Konzept oder das Zielkonzept Innenstadt – und das ist nicht nur Peek & Cloppenburg, das sind auch andere gestalterische Aufgaben.“ Weiter listete Bärwolf das Handlungskonzept für die Altstadt und Pläne für den Knapp sowie für „problematische Stadtteile“ auf.

All diesen öffentlichkeitswirksamen Fragen und „wöchentlich etwa zehn Investorengesprächen“ stelle sich eine Abteilung, die nach erfolgtem Personalabbau heute keine Stellenstreichungen mehr vertrage. „Es sei denn, man kürzt auch die Aufgaben.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Fröhling mahnte erneut an, wegen der Einarbeitungszeit rathausinterne Bewerbungen vorzuziehen. Von denen erwartet Bärwolf nicht viele; nicht alle Planer im Rathaus hätten die hier zu verlangenden beruflichen Qualifikationen. Zudem habe Bartmann, der nach Ahlen geht, hohe Maßstäbe gesetzt.

Für die FDP fragte Fraktionschef Jens Holzrichter, ob der Umbau der Verwaltung von Dezernaten auf Fachbereiche jetzt im Baubereich vorzuziehen wäre. Bürgermeister Dieter Dzewas hielt dagegen: Es sei besser, diese Reform an Haupt und Gliedern für die Gesamtverwaltung in einem Schritt durchzuführen. Stadtkämmerer Karl Heinz Blasweiler erklärte, dass der bereits fertige Entwurf noch vor der Sommerpause in den Rat soll.

„Wann wird das umgesetzt?“, hakte Holzrichter nach. „Das kommt auf Ihre Begeisterung über unser Konzept an“, sagte Blasweiler. Laut Dzewas käme der Verwaltungsumbau in der zweiten Jahreshälfte früh genug. Der Rat entscheide hier über wichtigste Fragen – etwa zur neuen Zusammensetzung des Verwaltungsvorstands.

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