Ralf Schwarzkopf - „Was will der in Soest?“

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Ralf Schwarzkopf in Soest, wo sich seine Parteifreunde irritiert über die CDU-Kampagne zeigen. „Wir haben unsere eigenen Kandidaten“, heißt es an der Unionsspitze. Initiiert wurde die Plakataktion vom Landesverband.

LÜDENSCHEID - „CDU wundert sich über Herrn Schwarzkopf von der CDU“. So titelte jetzt der Soester Anzeiger über ein Wahlplakat, auf das sich die Christdemokraten der alten Hansestadt so gar keinen Reim machen können.

Seit Tagen werbe Ralf Schwarzkopf in Soest für die Christdemokraten, doch die kennen ihn gar nicht. Das aber kann Schwarzkopf nicht erschüttern: „Mein Westfalen: Ich kümmer mich drum“, heißt es meterbreit an der Ausfallstraße im Soester Süden, und erst im Kleingedruckten erschließt sich, was denn Schwarzkopf nun in der Bördestadt zu suchen hat; Schwarzkopf sei Lüdenscheider Kommunalpolitiker und „repräsentativ für die Menschen in Nordrhein-Westfalen und vor allem in Südwestfalen“.

„Bloß was will der in Soest“, fragt der Anzeiger die dortige CDU-Chefin Christiane Mackensen und erhält auch Auskunft: „Ich weiß es nicht, wir sind alle ganz irritiert. Wir haben unsere eigenen Kandidaten.“

Eine Erklärung liefert die Internet-Seite des Unternehmers und Vorsitzenden der Lüdenscheider Ortsunion. Für den anstehenden Kommunalwahlkampf in Nordrhein-Westfalen sei er als Teil der Kampagne des CDU-Landesverbandes ausgewählt worden: „Als Geschäftsführer weiß Ralf Schwarzkopf insbesondere über die Verantwortung für die Menschen in seinem Unternehmen und kümmert sich um die Belange. Wichtig ist ihm jedoch auch mit Blick auf sein Unternehmen ein Teil der Wertschöpfungskette zu sein. All seine Erfahrung bringt er bereits seit über vier Jahren als Kreistagsmitglied im Märkischen Kreis ein“, heißt es dort.

Typisch für die Region

Ganz neu sei die Idee zur Kampagne nicht, erläutert Schwarzkopf selbst das Projekt. Die Idee sei bereits Mitte des vergangenen Jahres entstanden mit der Bitte an die Kreisgeschäftsführer, geeignete Kandidaten zu benennen. Kriterium sei gewesen: „Die Menschen sollten typisch für die Region sein.“

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Nach der internen Auswahl sei man auf ihn zugekommen. Was folgte, war ein professionelles Shooting in Düsseldorf. „Das war mit viel Schminke, und das war wichtig nach sechs Wochen Messe“ schmunzelt Schwarzkopf, der die Verwunderung der Soester Parteifreunde nicht ganz verstehen kann. Sonst heiße es oft, aus dem Land komme wenig Unterstützung. Und nun laufe eine vorbereitende Kampagne im Vorfeld der Wahl. „Da müsste man doch froh sein, wenn die CDU als Partei der Kümmerer vorgestellt wird.“ Die Resonanz, die er erfahren habe, sei jedenfalls positiv. Dass er auch in Iserlohn plakatiert sei, habe er aus Zuschriften erfahren, „dann poppte das auch bei Facebook auf.“  - hs/flo

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