Vor Gericht gelandet

Mit Pistole im Rucksack erwischt

Symbolbild Gericht Urteil Justiz

Lüdenscheid - Mit einer Pistole im Rucksack haben Polizisten einen Lüdenscheider in der Kluse erwischt  jetzt stand er vor dem Amtsrichter.

Der Mann setzt nach eigenem Bekunden auf Selbstverteidigung: „Es ist gefährlich bei uns im Viertel. Da muss ich mich vor Überfällen schützen.“ Mit diesen Worten versuchte der Angeklagte Amtsrichter Andreas Lyra zu vermitteln, warum er vergangenes Jahr im Besitz einer scharfen Pistole war. 

Polizisten hatten den Lüdenscheider am 21. November 2017 bei einer Kontrolle ertappt. Damals war er mit der Pistole im Rucksack an der Kluse unterwegs. Ursprünglich suchten die Uniformierten ihn wegen eines mutmaßlichen Fahrraddiebstahls. Nun lautet die Anklage aber zunächst auf illegalen Waffenbesitz. 

Frage von Lyra: „Woher hatten Sie eigentlich die Waffe?“ Antwort des Angeklagten: „Ich habe sie im Haus meiner Freundin gefunden. Es ist ein Erbstück.“ 

Die Pistole will er an besagtem Tag nur versehentlich im Rucksack gehabt haben: „Ich war selbst überrascht, als sie bei der Kontrolle zum Vorschein kam. Ansonsten liegt die immer zu Hause.“ 

Richter Lyra sieht noch weiteren Klärungsbedarf in der Angelegenheit, will zusätzliche Zeugen laden. Terminiert ist die Prozessfortsetzung noch nicht.

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