Seit 1994 sind sie als Naturdenkmäler ausgewiesen

Pilzbefall: 120 Jahre alte Rotbuchen fallen der Säge zum Opfer

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Zwei von acht Rotbuchen in Brunscheid, die im Jahr 1994 als Naturdenkmal ausgewiesen worden sind, werden am Freitag gefällt.

Lüdenscheid - Seit 1994 gehören die Rotbuchen zu den Naturdenkmälern der Stadt Lüdenscheid. Nun werden zwei von ihnen gefällt.

Zwei landschaftsprägende Buchen in Brunscheid müssen gefällt werden. Das teilte der Märkische Kreis gestern mit. Die ortsbildprägende Baumreihe aus acht Rotbuchen entlang der Brunscheider Straße (L 655) – kurz hinter dem Kreisel in Fahrtrichtung Werdohl – wurde im Jahr 1994 als Naturdenkmal ausgewiesen. Die beiden betroffenen Buchen sind etwa 120 Jahre alt und haben einen Stammumfang von 2,72 beziehungsweise 2,65 Meter. Bei der jährlichen Baumkontrolle durch die Untere Naturschutzbehörde des Kreises sei bereits vor einigen Jahren festgestellt worden, dass die Bäume von dem holzzersetzenden Pilz „Austernseitling“ befallen sind. 

Durch geeignete Pflegemaßnahmen wie entlastende Kronenrückschnitte und der Einbau von Seilverankerungen sei seitdem versucht worden, die beiden Rotbuchen möglichst lange zu erhalten. Mittlerweile habe der Pilz sich jedoch weiter ausgebreitet und Teile des Baumholzes massiv zersetzt. Ein vom Märkischen Kreis in Auftrag gegebenes Gutachten ergab, teilt die Pressestelle des Kreises mit, dass die Bäume nicht mehr standsicher sind und nicht erhalten werden können. 

Die Fällarbeiten werden am Freitag von Mitarbeitern der Firma Ramer aus Hemer durchgeführt. Aufgrund des Standortes unmittelbar an der Landstraße muss die Brunscheider Straße während der Fällarbeiten zeitweise halbseitig gesperrt werden. Der Kreis weist darauf hin, dass daher mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden muss.

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