Auch weitere Standorte sind vorstellbar

Pilotprojekt: MK-Stadt verlegt Container unter die Erde

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Statt überirdisch, wie hier, sollen die Altglas-Container am Piepersloh unterirdisch installiert werden.

Lüdenscheid - Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) geht bei der Entsorgung von Altglas neue Wege.

In den Stadtteilen Bierbaum und Piepersloh werden die bisherigen Sammelbehälter laut Mitteilung der Stadtverwaltung durch unterirdische Container ersetzt. 

Los geht´s am Piepersloh: Bis spätestens gestern Abend sollten sämtliche Sammelbehälter abgeholt werden, die sich derzeit noch an der Wertstoffsammelstelle an der Straße In den Buchen befinden. Heute beginnen die Tiefbauarbeiten für die neuen Glascontainer. Diese heißen Unterflurbehälter, haben ein Fassungsvermögen von drei Kubikmetern und befinden sich unter der Erde. Lastwagen mit einer Krananlage heben die unterirdischen Container zur Entleerung aus dem Boden. Dabei hebt sich automatisch auch die Plattform, auf der die Behälter stehen, sodass sich die Grube aus Sicherheitsgründen automatisch schließt. 

Bürger entsorgen das Altglas über sogenannte Einwurfsäulen in Edelstahloptik, die maximal eine Höhe von einem Meter haben – und damit auch für Kinder und Rollstuhlfahrer problemlos zu erreichen sind. Damit sind bei der Altglas-Entsorgung statt der Metallcontainer nur noch die Säulen zu sehen. Neben der attraktiveren Optik über der Erde bieten die Unterflurbehälter laut STL drei weitere Vorteile: Weil die Container unterirdisch verstaut werden, erzeuge der Einwurf von Altglas deutlich weniger Lärm. Und weil es sich um ein geschlossenes System handle, werde nicht nur eine „unangenehme Geruchsbildung“ vermieden, sondern auch der Befall von Sammelstellen durch Schädlinge. 

Sobald die Tiefbauarbeiten am Piepersloh abgeschlossen sind, geht es am Bierbaum weiter. Hier werden an der Kösliner Straße sowie am Bolzplatz an der Kirchstraße Gruben für Unterflurbehälter ausgehoben. Die zweite Wertstoffsammelstelle an der Kirchstraße, in Höhe der Kirche, verschwindet ebenfalls – allerdings ersatzlos. Die hier verlaufenden Leitungen machen den Einsatz von Unterflurbehältern laut STL unmöglich. Die Tiefbauarbeiten an den drei Standorten sollen binnen weniger Tage erledigt sein. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 75 000 Euro, die der STL übernimmt. Für Gebührenzahler ist die Umstellung auf das unterirdische System kostenlos. 

Das gilt auch für die Papiertonnen, mit denen sämtliche Haushalte am Piepersloh und am Bierbaum inzwischen ausgestattet worden sind. Diese Tonnen ersetzen die großen Altpapier-Behälter an den Wertstoffsammelstellen. Auch von diesem Schritt verspricht sich der STL mehrere Vorteile, unter anderem eine platzsparende Entsorgung von Papiermüll. 

Die insgesamt fünf Sammelbehälter für gebrauchte Kleidung und Schuhe, die in beiden Stadtteilen stehen, sollen an einem neuen Standort untergebracht werden. Wo genau das sein wird, ist derzeit noch unklar. Fest steht hingegen, dass das Pilotprojekt zur neuen Entsorgung auch an weiteren Standorten im Stadtgebiet grundsätzlich vorstellbar ist.

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