Piano trifft auf Schlagzeug

Ungewöhnliche Besetzung: Zum Ensemble Différance gehören zwei Pianisten und zwei Schlagzeuger.

LÜDENSCHEID ▪ Die Musikschule der Stadt Lüdenscheid lädt für Samstag zum ihrem ersten Konzert im neuen Jahr ein. Das Ensemble Différance spielt ab 19.30 Uhr im Kammermusiksaal der Musikschule. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro.

Das Ensemble Différance besteht aus den Komponisten und Pianisten Stefan Thomas und Frank Zabel sowie den Schlagzeugern Guido Pieper und Kersten Stahlbaum. Die vier Musiker und Komponisten mit internationaler Konzerterfahrung sind in Lüdenscheid bestens bekannt. Stefan Thomas unterrichtet an der städtischen Musikschule Klavier und Musiktheorie, Guido Pieper ist ebenfalls an der Musikschule als Schlagzeuglehrer und Koordinator tätig. Auch Frank Zabel unterrichtete dort viele Jahre die Fächer Klavier und Tonsatz, bevor er eine Professur an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule für Musik erhielt.

Seit nunmehr neun Jahren spielt das Ensemble regelmäßig Kammermusikwerke für diese Besetzung. Werke von Bartók, Zabel und Paganini hat das Ensemble schon häufiger aufgeführt, so auch im Jahr 2007 im Rahmen eines Konzertes in Fürth, das vom Bayrischen Rundfunk mitgeschnitten wurde.

In Lüdenscheid gestaltet das Ensemble nun einen Konzertabend mit Musik für Piano und Percussion von Klassikern der Moderne bis hin zu einer Uraufführung mit Live-Elektronik mit Werken von Béla Bartók, Witold Lutoslawski, Stefan Thomas und Frank Zabel.

Die Musiker weisen darauf hin, dass das Schlagzeug in der europäischen Musik lange ein Schattendasein führte. Einer der ersten Komponisten, der das Schlagzeug als gleichberechtigte Klangfarbe im Orchester ansah, war der ungarische Komponist Bela Bartók. Mit seiner „Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug“ schuf er eines der ersten Werke, in denen das Schlagzeug in der Kammermusik zum Einsatz kam.

In seinem „Concertino“ lotet Komponist Frank Zabel die klanglichen und dynamischen Facetten dieser Besetzung auf virtuose Art aus.

Stefan Thomas ist in seinem Werk „Xenophonie 6“ hingegen auf der Suche nach neueren und unverbrauchten Klängen. Wichtiges Werkzeug war ihm dabei ein Laptop, mit dem er eigene Sounds kreierte, die er von einem elektronischen Keyboard abspielt. Diese elektronischen Klänge werden durch Schlagzeug- und Klavierklänge ergänzt.

Ein weiterer Klassiker der Moderne war der polnische Komponist Witold Lutoslawski. Seine beiden Frühwerke „Variationen über ein Thema von Paganini“ und „Zwei Etüden für Klavier“ stehen ganz im Banne seines großen Vorbilds Bela Bartók.

Die Zuhörer dürfen sich auf einen außergewöhnlichen Konzertabend freuen, verspricht die Ankündigung.

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