Phänomenta lenkt Aufmerksamkeit auf Themenschwerpunkt „Energie“

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Schüler und Schülerinnen aus der Bauabteilung des Rheinisch-Westfälischen Berufskollegs in Essen untersuchten bei ihrem Rundgang durch die Phänomenta unter anderem, wie die Energie des Lichts an der Lichtinsel Farbspiele entstehen lässt.

Lüdenscheid - Kann Wind einem Menschen die Arbeit abnehmen? Kann die Energie eines Blitzes gespeichert werden? Fragen wie diese müssen Schüler beantworten, die in der Phänomenta einen „Energie-Pass“ erwerben möchten. Um diese Attraktion wurde gerade die Sonderausstellung zum „Phänomen Energie“ erweitert. Außerdem gibt es jetzt einen Flyer, der Besuchern an die Hand gegeben wird, um auf den aktuellen Themenschwerpunkt aufmerksam zu machen.

Wie bereits berichtet, ist das „Phänomen Energie“ die erste Sonderausstellung in der im vergangenen Jahr neu eröffneten Phänomenta. Der besondere Clou dabei ist, dass das Thema fast ausschließlich an Stationen aufgegriffen wird, die ohnehin Teil der Dauerausstellung sind. Gleichzeitig war das aber auch ein Punkt, der dafür sorgte, dass viele Besucher das „Phänomen Energie“ nicht deutlich als Sonderausstellung wahrgenommen haben. Daher rückt das Team der Phänomenta mit dem neuen Flyer und dem Energie-Pass das Augenmerk nun verstärkt darauf und lädt die Besucher gezielt ein, auf Entdeckungsreise in Sachen Energie gehen.

Auch der Blick auf Lüdenscheid durch das große Panorama-Fenster hinter der „Maschine Mensch“, die als einziges Exponat eigens für die Sonderausstellung konzipiert wurde, lädt dazu ein, sich mit dem Thema Energie zu befassen. Texte auf der Scheibe weisen zum Beispiel auf die Schallwellen hin, die durch Kirchenglocken entstehen, oder darauf, dass es in Frankreich ein Projekt gibt, bei dem die Trittenergie auf Bürgersteigen für den Betrieb der Straßenbeleuchtung genutzt wird. Wer immer schon wissen wollte, wie viele Bäume notwendig wären, um den CO2-Ausstoß in der Stadt auszugleichen, findet ebenfalls die passenden Zahlen.

Der Themenschwerpunkt stellt über das Experimentieren hinaus Bezüge zwischen den physikalischen Phänomenen und dem alltäglichen Nutzen her. Teil des Themenschwerpunkts sind 16 Stationen der Phänomenta. Erkennbar sind sie an den roten Infotafeln, die neben den schwarzen Schildern befestigt sind. Während erstere lediglich die jeweilige Aufgabe erklären, die an der Station gestellt wird, gibt es auf den roten Tafeln zusätzliche Informationen, zum Beispiel darüber, wie Brennstoffzellen oder Pumpspeicherkraftwerke Strom aus erneuerbaren Energien speichern und bei Bedarf wieder freisetzen können. Dass Elektromotoren schon seit 130 Jahren existieren, lässt sich ebenfalls erfahren. Im Zeichen der Elektromobilität kommt ihnen eine ganz neue Bedeutung zu – sofern es gelingt, sie ausschließlich mit „sauberem“ Strom zu betreiben. Wie eine Photovoltaik-Anlage funktioniert oder Windenergie für eine Rohrpost genutzt wird und Aufwinde das Fliegen überhaupt erst ermöglichen, sind weitere Aspekte rund um die Energie. Auch Licht gehört in den Themenschwerpunkt. An der Lichtinsel geht es zum Beispiel darum, unter welchen Bedingungen sich die Farben des Lichts verändern und ein Regenbogen entsteht.

Schüler, die den Energie-Pass bekommen möchten, sollten sich die roten Infotafeln besonders genau ansehen. Wer alle 16 Fragen richtig beantwortet hat, erhält an der Kasse einen Stempel mit dem Symbol einer Leuchte. Den zusammengehefteten Fragenkatalog können sie zum Beispiel in ihren Physik-Ordner heften. Denn gerade Schulklassen sind eingeladen, sich mit dem „Phänomen Energie“ zu befassen, insbesondere wenn es in den aktuellen Lehrplan passt, betont Phänomenta-Sprecherin Dunja Landi.

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