Zeitfenster buchen und Abstand halten

Phänomenta wieder geöffnet - diese Regeln gelten

Phänomenta Nicole Halbe Eröffnung nach Lockdown
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Nicole Halbe war bei der Wiedereröffnung als Chef vom Dienst in der Phänomenta unterwegs.

Wer seine Hand ins „Nagelbrett“ drückt, erzeugt ein effektvolles Bild. Anders als bei den Nagelbrettern von Fakiren bestehen die „Nägel“ der neuen Phänomenta-Station nicht aus spitzen Nägeln, sondern abgerundeten Kunststoffstäbchen. Tausende dieser kleinen Stifte laden zum dreidimensionalen „Malen“ mit dem eigenen Körper ein. „Das ist unser Baby“, erklärt Nicole Halbe, die bei der Wiedereröffnung des Science Centers als Chef vom Dienst in der Phänomenta unterwegs war, augenzwinkernd.

Lüdenscheid - Während des Lockdowns in liebevoller Handarbeit entstanden, gehört die Station zu den Neuheiten, die es beim Rundgang durch das Erlebnismuseum zu entdecken gibt. „Verhalten und in freudiger Erwartung“, wie Brigitte Horn am Empfang formulierte, tauchten die Besucher am Feiertag nach langen Monaten der coronabedingten Schließung wieder in die Welt der Naturwissenschaften ein. „Das ist herrlich, sehr positiv“, umschrieb Nicole Halbe das Gefühl, wieder Besucher im Haus zu haben. „Wir haben das total vermisst.“

Ähnlich sah das Claudia Neufert am Empfang. Die Ansprache mit den Gästen habe sehr gefehlt. Für jeden Gast galten die drei „Gs“ – getestet, geimpft oder genesen. „Die Leute sind gut vorbereitet“, gab’s für die Umsicht der Besucher ein dickes Lob. Direkt am Empfang wurden die Daten abgefragt. Das Team selbst tat alles nur erdenklich Mögliche, um den Besuchern einen sicheren Aufenthalt zu ermöglichen.

Die Leute sind gut vorbereitet.

Claudia Neufert

Stündlich gingen Mitarbeiter der Phänomenta von Station zu Station, um Teile und Flächen zu desinfizieren. „Wir haben dafür extra Kräfte im Dienstplan berücksichtigt.“ Durch gezielte Wegeführung ließen sich Sicherheitsabstände einhalten. Online-Zeitfenster-Buchungen im Vorfeld erleichterten die Kontakterfassung und Begrenzung der Besucherzahl. Für Besucher, die sich spontan zu einem Besuch entschlossen, war jedoch auch ein gewisses Kartenkontingent vorhanden, wie zu hören war. Last but not least laufen derzeit in der Phänomenta über Nacht Luftreinigungsgeräte.

So gibt es Eintrittskarten

Zunächst ist der Phänomenta-Besuch nur an den Wochenenden möglich. Im Online-Shop kann ein Zeitfenster gebucht werden. Steht das Zeitfenster fest, werden die Kontaktdaten angegeben.

Nach dem Bezahlvorgang werden die Tickets als PDF generiert, das an der Kasse vorgezeigt werden muss, oder digital gezeigt werden kann.

Der Einlass ist nur mit einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz (FFP2-Maske oder OP–Maske) erlaubt und darf während des gesamten Aufenthalts nicht abgesetzt werden.

Alle Besucher müssen entweder als getestet, geimpft oder genesen gelten. Kinder ab sechs Jahren müssen auch getestet sein. Die Phänomenta hat eine vorgeschriebene Wegführung angelegt, um die Einhaltung der Sicherheitsabstände gewährleisten zu können. Diese ist mit Pfeilen auf dem Boden gekennzeichnet.

Alle Besucher, die Inhaber einer Ruhrtop-Karte sind, müssen ebenfalls ein „Zeitfenster-Ticket 0 Euro“ buchen und die Ruhrtop-Karte an der Kasse vor Ort zeigen. Erwachsene zahlen 12,50 Euro, ermäßigt 11 Euro; Kinder neun Euro, Mini drei Euro, Familie (vier Personen) 36 Euro, jedes weitere Kind sechs Euro.

Momentan noch nicht geöffnet sind die Sonderstationen, das „Lichtlose Tasten“, die „Spin Station“, das „Fahrrad auf dem Hochseil“ und die „VR-Brille“. Auch Stationen wie die engen Telefonzellen, in denen kein Abstand zu halten ist, sind aus Sicherheitsgründen noch geschlossen. Ansonsten gibt’s viel Neues zu entdecken. Neben dem Nagelbrett sind dies eine Station mit Laserlicht (Totalreflexion) und eine neue Mathematik-Ausstellung in den Wechselausstellungsräumen. Pepper-Roboter Lüdia und ihr kleiner Bruder Rüdiger, die während des Lockdowns viel gelernt haben, waren allerdings noch nicht unterwegs.

Stärkung gibt‘s im Hof

Vor allem Familien mit Kindern nutzten den ersten Öffnungstag für einen anregenden Besuch im Erlebnismuseum. „Gerade für Kinder ist das super“, meinte Familie Voß aus Werl. „Super toll“, fand Familie Seibert aus Remscheid den Besuch. Der junge Vater war erstmals seit Kindertagen – diesmal mit dem eigenen Kind – vor Ort. Stärken konnten sich die Besucher draußen im Hof. Im Angebot hatte die Cafeteria „alles, was man gut in die Hand nehmen und mit nach draußen nehmen kann.“

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