„Erfolg und Bestätigung fürs ganze Team“

Das Team der Johanniter-Sozialstation auf einen Blick. Insgesamt 33 Mitarbeiter und vier Auszubildende kümmern sich um 200 Kunden.

Lüdenscheid - Seit dem Zeitpunkt vor rund fünf Jahren, als die Transparenzberichte über Pflegeeinrichtungen eingeführt wurden, haben sie für Verdruss gesorgt, für schlaflose Nächte und auch für Tränen.

Inzwischen gehen die Mitarbeiter in der Pflege, aber auch der Medizinische Dienst der Krankenkassen gelassener mit dem Verfahren um. Und bei der Sozialstation der Johanniter-Unfall-Hilfe gab die letzte Beurteilung sogar Anlass zur Freude: Schulnote 1,3 trotz weiter verschärfter Kriterien, „das ist ein Erfolg und Bestätigung fürs ganze Team“, sagten gestern Kerstin Klever und Imke Littmann als Pflegedienstleiterinnen. Und das aus ihrer Sicht wichtigste Kriterium wird nicht einmal eingerechnet. Die glatte 1,0 bei der Kundenzufriedenheit spielt in der Wertung keine Rolle.

Auch nach der inzwischen vierten MDK-Prüfung bleibt das Verhältnis der Pflegenden zur Aufsicht ambivalent. Einerseits sei man mit dem Pflege-Tüv einer Prüfungssituation ausgesetzt, auf der anderen Seite gäben die Prüfer auch Tipps für Verbesserungen in der Dokumentation. Es werde sehr genau auf die Niederschriften geschaut, und genau die Zeit dafür hätte man lieber für die Arbeit am Patienten, heißt es im Gespräch mit Johanniter-Regionalvorstand Birgit Niehaus und den Pflegeexpertinnen.

Denn die Zeit ist schon lange die wichtigste Währung der Pflegebranche. 180 bis 200 Kunden, 33 Kolleginnen, vier Auszubildende und 365 Tage Einsatz im Jahr – größere Spielräume sind da nicht in Sicht. - flo

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