Trauerfeier für Monika Deitenbeck-Goseberg

Bewegender Abschied: Mehr als 1.000 Menschen erweisen beliebter Pfarrerin die letzte Ehre

Für die Menschenmassen reichte die Zuwegung auf dem Friedhof nicht aus. Bis auf die Straße standen die Menschen, um sich am Grab zu verabschieden. 

Lüdenscheid –  Der Tod von Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg  bewegt die Menschen in Lüdenscheid und Umgebung. Am Freitag wurde sie beerdigt. Es wurde die erwartet große Trauerfeier.

Wie viele Menschen es letztlich waren, die sich am Freitag persönlich von Monika Deitenbeck-Goseberg verabschieden wollten, lässt sich schwer sagen – aber es dürften deutlich mehr als 1.000 gewesen sein. Sie hatten sich in in der Kirche Oberrahmede, im Kirchenhaus und drumherum versammelt, um bei der Trauerfeier dabei zu sein.

Trauerfeier wird per Video und Lautsprecher ins Freie übertragen

Per Video und Lautsprechern wurde der Gottesdienst ins Freie übertragen, damit alle daran teilhaben konnten. Quer durch jedes Alter und alle gesellschaftlichen Gruppen setzte sich die Trauergemeinde zusammen – genauso wie das Kaleidoskop von Menschen, für die die Pfarrerin in ihrem Leben da war, die sie um sich geschart hat und mit denen sie Netzwerke gebildet hat. 

Der Trauerzug füllte die Dannenbergstraße noch in der gesamten breite als die ersten Teilnehmer schon auf dem Friedhof angekommen waren.

Dass eine solche Trauerfeier mit einem offenen Haus für jeden genau in ihrem Sinne gewesen wäre, daran ließen alle Redner keinen Zweifel. „Ihr Herz wird sich freuen, dass Sie alle da sind, aber sie würde uns auch sagen, vergesst nicht zu danken“, sagte Superintendent Klaus Majoress, der die Trauerfeier leitete. 

Monika Deitenbeck-Goseberg starb am 7. Februar 2020 im Alter von 65 Jahren. 

Er würdigte in seiner Ansprache mit sehr persönlichen Worten das, was Monika Deitenbeck-Goseberg für andere Menschen war und was sie ihnen vorlebte. Letzteres war vor allem ihr tiefer christlicher Glaube, aus dem sie die Kraft gezogen habe, immer wieder für andere da zu sein, auch in schwierigsten Situationen. „Sie konnte die schlimmsten Momente aushalten.“

Auf unserem Trauerportal können Sie eine Gedenkkerze anzünden

Was ihn selbst dabei immer wieder verblüffte: „Sie hatte immer Zeit“, wenn ein Mensch sie brauchte. Majoress erinnerte auch an die Kärtchen mit Botschaften des Glaubens, die Monika Deitenbeck-Goseberg immer wieder verteilte, oft überreicht mit etwas Süßem. 

Auch vor der Kirche, im Kirchenhaus und auf der Terrasse versammelten sich die Trauernden.

Vielfach wurde sie in den Reden selbst zitiert, vor allem mit Worten des Trostes. Sie habe immer gerne gelebt und hätte sicher gerne weitergelebt, sagte zum Beispiel Christina Rosemann die als Freundin und Vertreterin der Gemeinde sprach, aber Monika habe auch gesagt: „Ich freue mich wie Bolle auf die Ewigkeit.“ 

Redner würdigen großen Einsatz für Schwache - für Flüchtlinge und Obdachlose

Für die deutsche Evangelische Allianz sprach der ehemalige Geschäftsführer Hartmut Steeb, für die evangelische Allianz in Lüdenscheid Irmtraut Hunecke. Bürgermeister Dieter Dzewas würdigte den Einsatz Monika Deitenbeck-Gosebergs für die gesamte Stadt – stets bereit zum Dialog überkonfessionell und über Glaubensgrenzen hinweg, oft mit eigener Initiative. 

Superintendent Klaus Majoress leitete die Trauerfeier.

Als Beispiel nannte er das Engagement für Flüchtlinge 2015/16 und erinnerte daran, wie aus der Aktion„ein Dach für Lüdenscheid“ als „großes Werk“ der Obdachlosenfreundeskreis wurde. 

Die meisten Anwesenden nahmen am Trauerzug von der Kirche zum evangelischen Friedhof in Gevelndorf teil. Die Polizei sorgte mit einer kurzfristigen Sperrung der Altenaer Straße stadteinwärts und der Dannenbergstraße dafür, dass Hunderte von Menschen gefahrlos hinter dem Wagen mit dem Sarg herlaufen konnten. 

Mehr als 1.000 bei Trauerfeier für Monika Deitenbeck-Goseberg

Zu dieser Trauerfeier ganz in „Monis“ Sinne gehörten die Loblieder im Gottesdienst, und die Einladung, sich nach der Beisetzung im und am Kirchenhaus gemeinsam an sie zu erinnern. 

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