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Pfarrer Rose verlässt Lüdenscheid und geht ins Kloster

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Von: Jan Schmitz

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Andreas Rose, Lüdenscheid.
Andreas Rose, Lüdenscheid. © Archiv-Foto: Nicole Cronauge/Bistum Essen

Schock für die Pfarrei St. Medardus. Pfarrer Andreas Rose verlässt Lüdenscheid und geht buchstäblich ins Kloster. Als Grund nannte Rose, dass das heutige Pfarrerdasein extrem belastend sei.

Wie das Bistum Essen am Freitagnachmittag mitteilte, wird Pfarrer Andreas Rose Ende September die Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid verlassen. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck habe ihn für zunächst zwei Jahre für den Aufbau eines geistlichen Ortes im ehemaligen Trappistenkloster Mariawald in der Eifel freigestellt.

In enger Kooperation mit dem Bistum Aachen, den Verantwortlichen für die Klosterkirche und dem Seminarzentrum Kloster Steinfeld will Andreas Rose als Geistlicher Leiter die ehemalige Abtei Mariawald „zu einem Ort machen, der die Menschen mit Gott und untereinander verbindet“, so der 56-Jährige. Ziel sei es, „einen 500 Jahre alten geistlichen Ort neu zu erschließen und das klösterliche Erbe weltzugewandt weiter zu entwickeln“.

Das von der Mariawald GmbH gepachtete Kloster-Ensemble wird derzeit saniert und soll künftig für Beherbergungen und Begegnungen genutzt werden. Zuvor war es ein Schweigekloster.

Für die Lüdenscheider Pfarrei werden die Personalverantwortlichen des Bistums Essen in den kommenden Wochen eine Nachfolgelösung für die künftige Leitung der Pfarrei erarbeiten. Dies werde in guter Abstimmung mit den verantwortlichen Gremien von St. Medardus geschehen, hieß es aus dem Bistum Essen. Bis zu seinem Ausscheiden Ende September werde er sämtliche Aufgaben in Lüdenscheid uneingeschränkt fortführen, sagte Pfarrer Rose unserer Zeitung. In die Nachfolgesuche sei er nicht eingebunden.

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