Sie bleibt ein Gotteshaus

Kirche St. Hedwig ist verkauft

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Beide Seiten sind zufrieden: (von links) Andreas Rose und Hans-Joachim Waibel von St. Medardus sowie Uriel Schiffgen und Diedrich Klute von der Freien Christengemeinde

Lüdenscheid – Die erste Kirche der Pfarrei St. Medardus ist verkauft: St. Hedwig in Gevelndorf wird künftig von der Freien Christengemeinde genutzt. Das Gebäude bleibt somit Kirche – künftig für eine freikirchliche Gemeinde. Das gaben Pfarrer Andreas Rose und Kirchenvorstandsmitglied Hans-Joachim Waibel von St. Medardus sowie Diedrich Klute und Uriel Schiffgen von der Freien Christengemeinde am Freitag bekannt.

Die Verträge wurden in dieser Woche unterzeichnet. Beide Gemeinden wurden bereist informiert. Käufer des Gebäudes ist die Stiftung der Brüdergemeinden mit Sitz in Dillenburg, die Kirche und Pfarrhaus wiederum der Lüdenscheider Gemeinde zur Verfügung stellt. Als Übergabetermin wurde der 1. Februar 2020 vereinbart. Bis dahin werden wie gewohnt katholische Gottesdienste in Gevelndorf gefeiert – auch an Weihnachten, betonen Waibel und Rose. Für den letzten Sonntag im Januar ist ein Abschiedsgottesdienst geplant, eventuell mit Profanierung der Kirche.

Träger der Freien Christengemeinde mit 60 Mitgliedern ist der Verein für Mission und Diakonie mit Sitz in Dillenburg. Die Gemeinde existiert seit 2011 in Lüdenscheid hat bislang ihr Domizil in gemieteten Räumen im Haus Immanuel an der Werdohler Straße. Die Größe von St. Hedwig, die 1996 als letzte Kirche im Bistum Essen geweiht wurde, sei optimal, sagen Diedrich und Schiffgen. Auch einiges der Ausstattung, wie Kirchenbänke und Küche, werde übernommen. In das Pfarrhaus ziehe ein Gemeindemitglied ein, kündigt Schiffgen an.

Seit dreieinhalb Jahren habe die Gemeinde nach einer Immobilie gesucht. Über die Stadt Lüdenscheid sei der Kontakt zur Pfarrei St. Medardus zustande gekommen. Sobald sich die Gemeinde eingerichtet hat, soll es ein Willkommensfest geben, damit die Menschen aus dem Stadtteil sehen können, was aus der Kirche geworden ist. „Wir sind eine offene Gemeinde“, betont Klute. „So traurig es ist, eine Kirche aufzugeben. Ich bin froh, dass es eine christliche Kirche bleibt“, sagt Andreas Rose und spiegelt damit sicher wider, was viele in der Gemeinde denken. 

Noch ungewiss ist die Zukunft der weiteren Kirchen im Besitz der Pfarrei. Wie berichtet soll nur St. Joseph und Medardus erhalten bleiben. Nach wie vor auf dem Immobilienportal des Bistums Essen angeboten wird St. Petrus und Paulus am Honsel. Gespräche mit Interessenten würden geführt, bestätigte Hans-Joachim Waibel. Konkrete Verhandlungen gebe es noch nicht.

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