20 Petri-Heil-Aktive im Müll-Einsatz an der Volme

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20 Aktive des Angelsportvereins machten sich ausgestattet mit blauen Müllsäcken auf zur Reinigung.

Lüdenscheid - Reichlich Plastikmüll, aber auch Batterien, Abschmierfett und das Dach eines Wohnwagens: Bei feuchtem, ungemütlichem Wetter und empfindlich kühlen Temperaturen befreiten Mitglieder des Angelsportvereins Petri Heil Lüdenscheid die Volme am Samstag von Schmutz und Unrat.

20 Aktive beteiligten sich an der wiederkehrenden, jeweils Ende März und Ende Oktober durchgeführten Reinigungsaktion. Als jüngstes Vereinsmitglied half der 14-jährige Noah Niggemann, der bereits stolzer Besitzer eines Fischereischeins ist, beim Säubern der Uferböschungen tatkräftig mit. Gemeinsam mit seinem Vater Stefan und Erhard Horning war der junge Mann im Bereich des Viadukts in Oberbrügge, dem erfahrungsgemäß am stärksten vermüllten Teil der Strecke, unterwegs.

Vom dortigen Parkplatz aus „schmeißen die Leute Unrat über die Brüstung in die Volme“, erklärte dazu Gewässerwart Dietmar Neumann verärgert. Statt ihren Müll mitzunehmen und anderweitig zu entsorgen, werfen parkende Fahrer ihre „Pausenhinterlassenschaften“ achtlos über die Brüstung. Pappbecher, Pizzaschachteln, Getränkekartons, Einwegdosen, Papier, Plastikgabeln etc. legten davon am Samstag beredt Zeugnis ab. Glücklicherweise seien die Zeiten, als die Angler noch Waschmaschinen, Kühlschränke und dergleichen mehr in der Volme fanden, jedoch vorbei, erklärte Neumann. „Es ist besser geworden mit der Vermüllung.“

Auch die Wasserqualität der Volme habe sich wesentlich gebessert. Bachforellen könnten heutzutage wieder gut in der Volme überleben. Dass der Eisvogel hier wieder heimisch sei, spreche für sich. Eschen habe der Kormoran allerdings ziemlich dezimiert. „In diesem Bereich gibt es keine Eschen mehr.“

Den seltsamsten Fund machte am Samstag die Gruppe, die im Bereich Oedenthal unterwegs war und das Blechdach eines Wohnwagens – stark verwittert und verschmutzt – „an Land“ zog. Neben Batterien, Abschmierfett und Skiern war das rostige Dachteil der auffälligste Fund der Angler. Reifen – ansonsten immer wieder mal dabei – fanden sich diesmal nicht.

Auf einer Strecke von sechs/sieben Kilometern waren die Petri Heil-Mitglieder am Samstag im Einsatz. „Bewaffnet“ mit Müllzange, blauen Säcken, Arbeitshandschuhen und Gummistiefeln schwärmten sie vom Treffpunkt nahe der neuen Feuerwache in Brügge in kleinen Gruppen aus, um den Uferbereich Stück für Stück nach Unrat abzusuchen. Von Oberbrügge bis zum Einlauf in Oedenthal reichte das Einsatzgebiet.

Ihre „Ausbeute“ – eine volle Anhängerladung voll Müll und Unrat – legten die Angler in blauen Säcken an der Sammelstelle am Bahnhofsgelände zur Abholung ab. Dort werden die Säcke vom STL abgeholt. „Das ist nicht mehr so viel wie es früher einmal war“, konstatierte Dietmar Neumann erfreut. Auch Fahrer Bernd Schröder, der die Strecke abfuhr und die Müllsäcke einsammelte, meinte: „Sehr wenig.“

Nach getaner Arbeit ließen sich die Angler in geselliger Runde Grillwürstchen, Kaffee und Kuchen im Anglerheim an den Fischteichen von Schloss Neuenhof schmecken.

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