Kinder unterschiedlichster Nationalitäten

Petra Crone (v. links) und Willi Brase besuchten die Kita Abenteuerland.

Lüdenscheid - Kinder zwölf verschiedener Nationalitäten sind unter den 40 Kindern, die die Kindertageseinrichtung der Johanniter an der Brüderstraße besuchen. „Die Kinder kommen ganz gut miteinander klar, aber die Eltern aus den anderen Nationen sind eine große Herausforderung“, erfuhren die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Crone und Willi Brase bei einem Besuch von Einrichtungsleiterin Katharina Chluba.

„Viele können kein Deutsch, aber es gibt einige Eltern, die übersetzen und helfen, wo es geht“, so Chluba.

 Seit gut einem Jahr gibt es die Kita, die nach dem Umbau eines ehemaligen Wohnhaus der Lüdenscheider Wohnstätten entstand. 12 Zweijährige und 28 im Alter zwischen drei und sechs Jahren werden von dem neunköpfigen Team betreut. „Alles war damals neu: der Bau, die Erzieherinnen, die Kinder und die Eltern. Die Einrichtung war sofort komplett belegt“, sagte Birgit Niehaus-Malytczuk.

Als Regionalvorstand der Johanniter in Südwestfalen wies sie darauf hin, dass ihr Verband in jeder Kita eine Praktikantin beschäftige, die zum Abschluss ihrer Ausbildung ein Anerkennungsjahr absolviere. Das sei keinesfalls überall der Fall. Bei einem Treffen im Kreishaus sei kürzlich verdeutlicht worden, dass gar nicht mehr für alle Praktikanten genügend Plätze zur Verfügung stehen und somit der Abschluss der Ausbildung gefährdet sei.

Dabei erschallt immer wieder der Ruf nach Fachkräften. Eine unbefriedigende Situation, die den Bedarf konterkariere, fanden Petra Crone und Willi Brase. Das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) biete keine Lösung für das Problem. Die Anforderungen an die Erzieherinnen steigen jedoch stetig, verdeutlichte Katharina Chluba.

Von Martin Messy

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