Abschied vom Bundestag

Petra Crone erklärt, warum sie nicht mehr kandidiert

Petra Crone kandidiert 2017 nicht mehr für den Bundestag.

Lüdenscheid - „Ich bin nicht morgens aufgewacht und habe plötzlich gedacht: 2017 kandidiere ich nicht mehr für den Deutschen Bundestag“, sagt Petra Crone (SPD). „Ich habe mit meiner Familie und guten Freunden gesprochen und dann meine Entscheidung getroffen. Man muss auch loslassen können.“

Den frühen Zeitpunkt habe sie gewählt, um potenziellen Kandidaten aus den Ortsvereinen Zeit zu geben. „Ich habe sehr viel Respekt vor dem Amt“, erklärte sie am Freitag Im LN-Gespräch. „Die Arbeit in dem Team, das mir zur Seite stand und noch steht bis zur Bundestagswahl 2017 ist toll und war und ist eine Bereicherung“, lobt sie ihre Mannschaft vor Ort und in Berlin.

Mit aller Kraft wolle sie die nächsten gut eineinhalb Jahre an ihren Projekten, mit denen sie befasst ist, weiterarbeiten. Die Umsetzung des Bundeswald und -jagdgesetzes, die Reform der Pflegeberufe und die Entgeltgleichheit vom Frau und Mann, nennt die Kiersperin. Sehr froh sei sie auch darüber, was die SPD innerhalb der Großen Koalition umgesetzt habe: den Mindestlohn, die Rente mit 63 bei 45 Jahren angerechneten Beschäftigungszeiten, den Ausbau von Kindertagesstätten und das Kindergeld plus. 

Außerdem sei sie vor kurzem wieder für zwei Jahre in den SPD-Bundesvorstand gewählt worden und werde auch da weiter an Perspektivprojekten wie Demografie und Integration arbeiten. Für eine grundlegende Bilanz sei es jetzt noch zu früh, aber sie sei zufrieden mit der bisherigen Resonanz auf die angebotenen Veranstaltungen vor Ort in ihrem Wahlkreis südlicher Märkischer Kreis und Olpe.

Schon Montag geht’ wieder weiter in Meinerzhagen mit dem Thema „Zukunft der Pflegeberufe“ um 11 Uhr in der Stadthalle Meinerzhagen. Bereits am Samstag fanden die „Gelsenkirchener Gespräche“ statt. Der Terminkalender von Petra Crone ist gut gefüllt. „Die Tage sind manchmal schon sehr lang“, sagt sie, beklagt sich aber nicht über die Belastung „Ich habe das immer sehr gerne gemacht und das gilt auch für die Zeit bis zur Wahl 2017.“

Danach will sie sich weiter ehrenamtlich engagieren. „Das habe ich früher schon immer gemacht, sei es für Flüchtlinge oder die Aids-Hilfe.“ Am Ball bleiben wolle sie auf jeden Fall beim Thema Demografie, das ihr sehr am Herzen liege.

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