„Kita-Sprachförderung sollte Standard werden“

Besuch von der SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Crone und Bürgermeister Dieter Dzewas erhielt am Donnerstag der katholische Kindergarten St. Petrus und Paulus an der Berliner Straße.

Lüdenscheid - Die katholische Kindertagesstätte St. Petrus und Paulus ist eine von fünf Einrichtungen in Lüdenscheid, in der sich eine Erzieherin um Sprachförderung kümmert – in diesem Fall Andrea Lempa. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone und Bürgermeister Dieter Dzewas erkundigten sich am Donnerstag über die Umsetzung des Projektes „Frühe Chancen“.

Dieses Projekt hatte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Gesundheit vor drei Jahren noch unter der Leitung von Ministerin Dr. Kristina Schröder aufgelegt.

Fünf Schwerpunkt-Kitas – neben St. Petrus und Paulus, die katholische Kita St. Joseph, die Awo-Kita Am Sonnenhang, die Kita Hebberg und die Kita Wermecker Grund – werden jeweils mit einer halben Stelle (19,5 Stunden) gefördert. Die Erzieherinnen hatten dazu eine Fortbildung über 70 Stunden absolviert und arbeiten gruppenübergreifend in den jeweiligen Einrichtungen. Sie unterstützen die Erzieherinnen-Teams, leisten beratende Elternarbeit und nehmen an Dienstbesprechungen teil. „Alltagsintegrierte Sprachbildung“ lautet ihre Aufgabe, von der neben Andrea Lempa gestern auch Jana Albach (Hebberg) und Therese Buballa (St. Joseph) berichteten. Nina Höing, Justiziarin vom Kita-Zweckverband im Bistum Essen, war ebenfalls dabei.

Beatrix Hostert, Leiterin der Kita St. Petrus und Paulus, in der 65 Kinder betreut werden – darunter 70 Prozent mit Migrationshintergrund, erklärte, schon immer, und das sind inzwischen mehr als 40 Jahre, sei die sprachliche Förderung ein Thema an der Berliner Straße gewesen. Heute sei die Unterstützung breiter und die Sprachförderung ein wichtiger Baustein.

Das Programm wird zunächst fortgesetzt, aber die Beteiligten waren sich einig, dass angesichts Deutschlands als Zuwanderungsland und der zunehmend erforderlichen Aufnahme von Flüchtlingen alles dafür spreche, dies künftig zum Standard in den Kindertagesstätten zu machen.

Von Martin Messy

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