Peter Oettinghaus kritisiert Missstände in der Stadt

Peter Oettinghaus

LÜDENSCHEID ▪ Als „äußerst unbefriedigend“ stuft Peter Oettinghaus, Vorsitzender der Alternative für Lüdenscheid (AfL), die Gesamtsituation in Lüdenscheid ein.

Hintergrund seiner Einschätzung ist der LN-Bericht vom Montag, in dem Leerstände an der Hoch- und Werdohler Straße im oberen Bereich der Wilhelmstraße aufgezeigt wurden. „Die AfL hat schon häufig von diesen Missständen berichtet. Was ist dabei herausgekommen? Nichts. Die Situation hat sich verschärft. So ist die hintere Knapper Straße ein ‚Handy- und Spielzeugparadies‘ geworden. Die Ränder der Stadt fransen aus und werden immer unattraktiver.“ Oettinghaus erinnert an das Einzelhandelsgutachten, für das sich vorher Studenten die Stadt angesehen und ein Profil erarbeitet hatten. Auch das Stadtmarketing habe ein Gutachten erstellt. Umgesetzt worden sei nichts. „Die Grundstimmung in weiteren Teilen der Bevölkerung ist pessimistisch. Man glaubt nicht mehr an positive Veränderungen. Die Lebensqualität lässt zu wünschen übrig: Ein Stadtmittelpunkt ist am Reißbrett entstanden und hat deswegen keine gewachsene Struktur. Das Einkaufscenter ist überdimensioniert worden und spricht daher eher unser Umland an als die Lüdenscheider Bevölkerung.“

Peter Oettinghaus stellt in diesem Zusammenhang auch der Integration ein schlechtes Zeugnis aus: „Die Zuwanderung in unsere Stadt ist unkontrolliert vonstatten gegangen. Das hat zu einer Ghettoisierung ganzer Stadtteile geführt. Eine Parallelgesellschaft ist entstanden. In einigen Teilen der Stadt muss man kein Deutsch mehr reden. Diese Punkte werden von der Verwaltung und dem Bürgermeister vehement bestritten. Lüdenscheid ist die Stadt des Lichts und soll es auch bleiben. Wichtig ist, dass Neubürger im Rathaus begrüßt werden.“

Die Stadtteile – hinter Knapper Straße, Teile der Werdohler Straße, Worthstraße, Schützenstraße usw. – wirkten auf Besucher schmutzig und trostlos. Straßen und Bürgersteige seien in desolatem Zustand. Alles mit der Finanzmisere zu erklären, gehe auch nicht.

„Statt Integrationskurse für Menschen, die schon in dritter Generation hier leben, sollten andere Prioritäten gesetzt werden. Die Integration ist trotz eines Integrationskonzepts und des Bemühens vieler Beteiligter in weiten Teilen gescheitert. Es gibt kein Miteinander, sondern nur ein Nebeneinander.“

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